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Die Zeughausvorlagen als Gesamtes betrachtet

Über das geplante Kultur- und Begegnungszentrum auf dem Zeughausareal in Uster wird am 9. Juni abgestimmt.

Visualisierung: Nightnurse Images AG

Die Zeughausvorlagen als Gesamtes betrachtet

Leserbrief

Andreas Pauling

GLP-Gemeinderat, Uster

Am 9. Juni stimmt Uster über die beiden Zeughausvorlagen ab. Seit 19 Jahren wird die Entwicklung des Zeughausareals diskutiert, jetzt liegt ein konkretes Bauprojekt vor. Die beiden Vorlagen sind sinnvoll eingebettet in die Immobilienstrategie, die geplante Stadtentwicklung und die Kulturstrategie. Deshalb ist es wichtig, die Zeughausvorlagen als Gesamtes zu betrachten.

Ich habe mich in den letzten Jahren als Gemeinderat und als Mitglied der zuständigen Sachkommission sowie der begleitenden Echogruppe intensiv mit allen Facetten des Projekts auseinandergesetzt. Warum verdienen die beiden Vorlagen unsere Unterstützung?

Erstens kriegt Uster endlich ein Kultur- und Begegnungszentrum mit einem abendfüllenden Angebot, sodass wir zu diesem Zweck nicht mehr nach Zürich fahren müssen. Die Wertschöpfung bleibt dann selbst­redend auch in Uster.

Zweitens ist das Bauprojekt energetisch innovativ und genügt hohen ökologischen Standards. Zudem wird das Zeughausareal deutlich grüner: 12 gefällten Bäumen stehen 61 Neupflanzungen gegenüber, die zu grossen, schattenspendenden Bäumen heranwachsen werden.

Drittens hilft das Projekt, ­unsere Stadt als regionales ­Zen­trum zu positionieren. Die Erreichbarkeit von weiter weg auch mit dem Auto ist dank der neuen Tiefgarage sichergestellt.

Viertens hat sich die Betriebsform der gemeinnützigen AG in vergleichbaren Projekten in ­anderen Schweizer Städten bewährt. Die vorgeschlagene Betriebsorganisation garantiert eine ausgewogene Interessenvertretung.

Und zu guter Letzt kostet das Projekt netto viel weniger als die 36,6 Millionen Franken. Es kann mit hohen Beiträgen des Kantons und von Stiftungen gerechnet werden. Die Fremdmiete des Kinos Central fällt weg. Da der Stadthofsaal nicht mehr gebraucht würde, muss er auch nicht teuer saniert werden, und das Areal wird für neue, auch ­finanziell gewinnbringende Nutzungen frei (etwa Abgabe im Baurecht). Bei einer Ablehnung müssen die bisherigen Planungskosten ohne Nutzen abgeschrieben werden. Das Projekt ist also wesentlich günstiger, als es auf den ersten Blick aussieht.

Die Zeughausvorlagen überzeugen voll und ganz. Erfreu­licherweise ist auch die FDP ­anders als bei der Abstimmung über den Projektierungskredit ebenfalls dafür. Realisieren wir dieses Projekt mit einem doppelten Ja am 9. Juni!

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