Leserbeiträge

Ein Herz für Bäume

Bäume für ein neues Areal einfach fällen? Diese Leserin will, dass man zumindest darüber nachdenkt.

Ein Herz für Bäume

Leserbrief

Vreni Hertig

Wald

Zu diesem Konflikt möchteich nicht Stellung nehmen,da ich die Details zu wenig kenne. ­Generell freut es mich aber, dass Bürger sich vermehrt und respektvoll für Bäume einsetzen.

Ich frage mich oft, ist der Mensch wirklich die Krönung der Schöpfung, oder ist er die grösste Plage für unseren ­Planeten?

In Bezug auf Baum durfte ich etwas Schönes erleben: Im Jahr 2018 verlor ich meinen Mann. Ich kaufte ein ganz kleines Tännchen und stellte es im kleinen Topf an die Stelle auf unserem Balkon, wo sich mein Mann oft aufhielt.

Das Tännlein wuchs und wurde zu Weihnachten/Ostern jeweils geschmückt. Nach ­zirka drei ­Jahren ging es ihm nicht so gut. Ein Fachmann ­erklärte mir, der Topf sei ­endgültig zu klein und die Nachbarin (eine Geranie, ­welche den Winter auf dem Balkon bestens überlebt) für eine Tanne ungeeignet. Ich setzte die Tanne draussen in ­einen grösseren Topf … Sie ­erholte sich rasch.

Jetzt, nach weiteren Jahren, wird auch ­dieser Topf zu klein, und ich ­besitze keinen eigenen Garten, wo ich die Tanne setzen könnte.

Ich wandte mich also an das Forstrevier und fragte, ob es vielleicht im Wald einen Platz gäbe. Kurz darauf kam ein ­Angestellter des Forstamts ­vorbei, begutachtete die Tanne und nahm sie mit, um ihr im Nordholz einen neuen Platzzu verschaffen.

Das hat mich ­riesig gefreut. Mein Mann und ich schätzten Hinternord/Nordholz immer enorm als Naherholungs­gebiet. Ich hoffe, dass sich meine Tanne am neuen Ort wohlfühlt und sich zu einer grossen und gesunden Tanne entwickeln darf.

Kommentar meiner vier­beinigen Freundin: Eine ungeliebte Nachbarin nimmt einem Lebensfreude. Ich erlebe das ­jeden Tag, wenn die Elster am Küchenfenster vorbeifliegt.

Dieser Leserbrief bezieht sich auf den Leserbrief «Bäume für das Kultur- und Begegnungszentrum Zeughaus fällen?» vom 24. April 2024.

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