Leserbeiträge

Profitdenken von Greifensee

Profitdenken von Greifensee

Leserbrief

Marco Zarotti

Uster

Was haben Fehraltorf, Russikon, Pfäffikon, Dübendorf und Uster gemeinsam? Alle haben einen relativ hohen Steuerfuss, und alle haben mit grossem Mehr der Aktienkapitalerhöhung des Spitals Uster zugestimmt. Uster gar mit 87 Prozent.

Und was hat das mit Grei­fensee zu tun? Greifensee hat ­einen tiefen Steuerfuss und war anlässlich einer Gemeindeversammlung nicht bereit, der vollumfänglichen Aktienkapitalerhöhung zuzustimmen. Bei den Reichen lernt man sparen!

Mir zeigt das vor allem etwas: Trotz ausgewiesener Notwendigkeit verweigert die Gemeinde Greifensee auf Antrag ihres Gemeinderats die Unterstützung, und das ist zutiefst un­solidarisch. Das Ganze an­scheinend wegen anstehender Investitionen. Nötige Investi­tionen haben alle Gemeinden zu tätigen, sich dahinter zu ­verstecken, ist verwerflich! Vor Kurzem hat übrigens die gleiche Gemeinde aus finanziellen Gründen langjährigen Mietern gekündigt, um Platz für eine Kita zu schaffen, ­welche so günstiger wird – ein Proviso­rium wäre zu teuer gekommen. Auch dabei wurden Kosten ­geltend ­gemacht!

Mit anderen Worten: Zum Erhalt ihrer schwarzen Zahlen verweigert die Gemeinde Greifensee die Solidarität mit dem Spital und den anderen Aktionären. Hierfür verdient der Gemeinderat ­Greifensee die rote Karte.

87 Prozent der Ustermer, und damit auch die Näniker und die Werriker, haben Ja zum Spital gesagt. Ich hoffe, diese Näniker und diese Werriker hinterfragen, ob sie wirklich zu einer ­Gemeinde wollen, welcher der Steuerfuss wichtiger ist als Solidarität und ein ­gesundes Spital Uster.

Ich hoffe, dass in Mönchaltorf sich noch eine Mehrheit für eine vollumfängliche Leistung der Aktienkapitalerhöhung ­findet.


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