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Schulstart am Montag

Lehrermangel? Nur noch wenige Stellen im Oberland unbesetzt

Während der Fachkräftemangel noch immer in aller Munde ist, zeichnet sich bei den Lehrpersonen im Oberland eine Entspannung ab. Anders sieht es bei der Heilpädagogik aus.

Die Situation auf dem Stellenmarkt bei den Lehrpersonen normalisiert sich. (Symbolbild)

Foto: Nicolas Zonvi

Lehrermangel? Nur noch wenige Stellen im Oberland unbesetzt

Während der Fachkräftemangel noch immer in aller Munde ist, zeichnet sich bei den Lehrpersonen im Oberland eine Entspannung ab. Anders sieht es bei der Heilpädagogik aus.

Nach den Sommerferien soll vor jeder Klasse eine Lehrperson stehen. Dieses Ziel setzt sich das Zürcher Volksschulamt nicht zum ersten Mal. Dieses Jahr scheint der Plan aufzugehen, die Lage bei der Suche nach Fachkräften entspannt sich allmählich.

Eine Woche vor Schulbeginn konnte für alle Schulen eine Klassenlehrperson gefunden werden – mit Ausnahme von vier Klassen. Das schreibt das Volksschulamt in einer Mitteilung.

Als Grund für den weniger akuten Lehrermangel gibt das Amt das geringere Schülerwachstum an. «Waren es im vergangenen Jahr 100 zusätzliche Klassen, mussten dieses Jahr im ganzen Kanton nur 20 zusätzliche Klassen eröffnet werden», heisst es.

Neben Vikariaten steht es den Gemeinden zudem offen, Personen ohne Lehrdiplom für maximal ein Jahr anzustellen. Damit könnte aber bald Schluss sein: Bereits im Frühling erklärte Amtsleiterin Myriam Ziegler auf Anfrage, dass für das Schuljahr 2026/2027 vermutlich kein genereller Mangel an Lehrpersonen mehr deklariert wird.

Die Analyse des Kantons deckt sich mit dem Bild, das beim Blick auf die kantonale Stellenbörse für Regelschulen entsteht. Hier muss sich auch das Zürcher Oberland – Tösstal und Glattal mit eingeschlossen – nicht verstecken. Kurz vor dem Start des neuen Schuljahrs sind auf dem Portal für den ganzen Kanton nur noch 31 offene Stellen verfügbar. Auf die Region entfallen fünf, davon zwei Vollzeitstellen für die Schulleitung. Zum Vergleich: Kantonal gibt es über 19’500 Stellen für Lehrpersonen – inklusive Heilpädagogik.

Verbesserung zu den Vorjahren

Vor ein paar Monaten sah die Situation noch anders aus. Der kantonale Höchststand an offenen Stellen betrug im April 580. Mitte Mai waren es 367, von denen es 58 in der Region zu besetzen galt. Weitere neun Ausschreibungen hatten die Schulen direkt publiziert.

Den rasanten Rückgang der Zahlen erklärt Myriam Ziegler damit, dass es für Lehrpersonen nur einen Kündigungstermin im Jahr gibt – und zwar jeweils auf Schuljahresende mit einer Frist von vier Monaten. «Aus diesem Grund sind Anfang April und Mitte Mai jeweils die meisten Stellen ausgeschrieben.»

Aber auch diese Höchstwerte stimmen die Amtschefin zuversichtlich: Im Vergleich zu den Vorjahren seien es weniger offene Stellen. Eine Normalisierung der Lage scheint also in Reichweite. Trotzdem bleibt Ziegler vorsichtig: «Die Stellensituation ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Viele davon lassen sich nicht oder nur wenig beeinflussen beziehungsweise steuern.» Zu diesen gehören etwa allgemeiner Fachkräftemangel, demografische Entwicklungen oder Migration.

In der Heilpädagogik fehlt Personal

Weniger entspannt ist die Situation hingegen im Bereich der schulischen Heilpädagogik. Dort wird voraussichtlich auch für das Schuljahr 2026/2027 ein Personalmangel deklariert. Laut Mitteilung des Volksschulamts konnten «trotz grossem Einsatz der Schulen» bisher 19 Stellen nicht besetzt werden.

Den Fachkräftemangel bei Lehrern und Heilpädagogen will der Kanton mit Massnahmen im Ausbildungsbereich weiter entschärfen: So können angehende Lehrpersonen etwa bereits während des Studiums unterrichten. An der Hochschule für Heilpädagogik dagegen wurde die Anzahl Ausbildungsplätze erhöht. Dieses Jahr beginnen 250 Personen aus dem Kanton mit einem Studium in dieser Fachrichtung. Das sind 35 Prozent mehr als noch vor drei Jahren.

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