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Vergebens auf Coup gehofft

Laupens Cupreise ist vorbei

Im Schweizer Cup ist für die Laupner NLA-Frauen im Halbfinal Endstation. Die Oberländerinnen unterlagen trotz einer guten Leistung auswärts Favorit Zug 2:5.

Laupens Topskorerin Andrea Wildermuth (links) traf gegen Zug zweimal, alle ihre Teamkolleginnen blieben derweil erfolgslos. (Archiv)

Foto: Robert Pfiffner

Laupens Cupreise ist vorbei

Im Schweizer Cup ist für die Laupner NLA-Frauen im Halbfinal Endstation. Die Oberländerinnen unterlagen trotz einer guten Leistung auswärts Favorit Zug 2:5.

Der Traum vom Cupsieg ist für die Frauen des UHC Laupen im Halbfinal geplatzt. Die Oberländerinnen verloren am Sonntagnachmittag das Duell zweier NLA-Teams auswärts gegen Zug 2:5. Beim letzten Tor hatten die Gäste bereits alles auf eine Karte gesetzt und spielten ohne Goalie. Mit der Niederlage scheiterte Laupen zum zweiten Mal im Halbfinal. 2020 war das Team von Yves Kempf ebenfalls unter die letzten vier vorgestossen, ehe es ausschied.

Die Laupnerinnen zeigten sich gegen Zug enorm aufsässig und lauffreudig. Sie forderten dem Favoriten, der 2023 zum letzten Mal Cupsieger geworden war, alles ab. Laupens Stürmerin Andrea Wildermuth fand deswegen zurecht: «Wir machten sehr vieles richtig. Es hätte auf beide Seiten kippen können.» Bis in die Schlussphase hinein durften die Gäste auf den Coup hoffen. Das vierte Tor der Zugerinnen fiel erst sieben Minuten vor dem Ende.

Zweimal hatte davor Laupens Topskorerin Wildermuth einen Rückstand ihrer Equipe wieder wettgemacht. Das erste Mal in der Startphase, das zweite Mal kurz nach der Hälfte des animiert geführten Spiels, in dem die Teams wenig Interesse an Ballbesitz hatten, sondern forsch nach vorne spielten.

«Stolz und Frust sind nahe beieinander», fasste die Doppeltorschützin ihre Gefühle nach dem Ausscheiden in Worte. Sie hielt indes fest: «Der Stolz überwiegt etwas, weil viele junge Spielerinnen und das ganze Team einen richtig soliden Job machten.»

Die Zugerinnen gewannen letztlich nicht unverdient. Sie trafen mehrfach das Gehäuse der Laupnerinnen und hatten zumindest im Schlussabschnitt mehr Spielanteile und Chancen. Das wegweisende Tor zum 3:2 in der 40. Minute war aus Sicht des Underdogs aber ärgerlich. Die ansonsten tadellos agierende Laupner Torhüterin Pascale Mir griff bei einer flachen Hereingabe daneben und lenkte den Ball mit dem Bein ins eigene Tor.

Die ersten zwei Zuger Tore fielen derweil nicht bei numerischen Gleichstand. Die schnelle Führung gelang den Zentralschweizerinnen in Unterzahl, das 2:1 nach einem zwingenden Powerplay.

Pflicht erfüllt

Für die Laupnerinnen war der Cuphalbfinal das zweite Spiel des Wochenendes. Am Samstag erfüllten sie die Pflicht dank dem 6:5-Auswärtssieg beim punktelosen Schlusslicht Uri. Nicht aber, ohne zwischenzeitlich in Probleme zu geraten.

Die Oberländerinnen kassierten im Mitteldrittel drei Gegentreffer, weil sie die Balance verloren und zu häufig kopflos nach vorne rannten. Zu Beginn des Schlussabschnitts sahen sie sich plötzlich mit einem 2:4-Rückstand konfrontiert. Vier Tore in den letzten zehn Minuten sicherten dem Favoriten dann den budgetierten Erfolg.

Laupens Stürmerin Annina Stoll sah Licht und Schatten im Spiel ihres Teams gegen den kämpferisch starken Tabellenletzten. «Das Spiel mit dem Ball sah bei uns gut aus, defensiv aber müssen wir disziplinierter arbeiten.»

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