Der «grosse» Peach Weber erweist dem Oberland ein letztes Mal die Ehre
Seine Antworten sind teilweise genauso scherzhaft wie seine Auftritte. Am 23. September beglückt die Schweizer Comedy-Legende Peach Weber den Stadthaussaal in Effretikon. Im Interview erzählt er, was er auf und neben der Bühne als bald 74-Jähriger so treibt.
Herr Weber, Sie sind mit «King of Gäx» auf Ihrer 17. und letzten Tour, bevor 2027 der krönende Abschluss mit «Fertig luschtig» im dreimal ausverkauften Hallenstadion folgt. Dann werden Sie 75 Jahre alt sein. Ist das Alter bei Ihnen nur eine Zahl, die das Mass an Lebenserfahrung in Ziffern veranschaulicht?
Peach Weber: Schön wärs! Einerseits bedeutet es für mich schon nur eine Zahl. Wenn ich aber morgens aufstehe, merke ich schon deutlich, dass ich Ü70 bin und halt nicht mehr, wie früher, mit einem Doppelsalto aus dem Bett hüpfe. Aber wer mit über 60 Jahren aus dem Bett aufsteht und nichts wehtut, der ist eh schon tot.
Sie sagen, bei Ihrem Programm handle es sich in den stressigen Zeiten von heute um «Wellnessstunden». Wie stressig ist eine solche Tour von Ihrer Warte aus?
Die Vorstellungen sind immer das Dessert für mich. Diese machen noch immer grosse Freude, sonst hätte ich schon vor 20 Jahren aufgehört. Zudem verfüge ich so über eine gewisse Alltagsstruktur, wenn ich am Montagmorgen weiss, ich muss am Freitagabend an einem bestimmten Ort auf der Matte stehen. Was mit zunehmendem Alter anhängt, ist das Drumherum: das Herumfahren, unregelmässig essen, immer nachts unterwegs sein.

