Kultur

«My Senses» im Kino

Filmdreh in Dübendorf: Oder wenn der Barkeeper einen Barkeeper spielt

In der Dübendorfer Bar My Senses wurde eine Schlüsselszene des Kinofilms «Do Re Mi Fa So Läuft’s» gedreht. Wie kam es dazu? Und wie hat der Barchef seine Sache als Schauspieler gemacht?

Filmdreh in Dübendorf: Oder wenn der Barkeeper einen Barkeeper spielt

In der Dübendorfer Bar My Senses wurde eine Schlüsselszene des Kinofilms «Do Re Mi Fa So lauft’s» gedreht. Wie kam es dazu? Und wie hat der Barchef seine Sache als Schauspieler gemacht?

Der renommierte Musikproduzent und Neo-Filmemacher Sergio Fertitta suchte für eine Szene in seinem Kinodebüt eine Bar. Was also tun? Er fragte seine Schwester, die in Dübendorf wohnt, ob sie ein geeignetes Lokal kenne. Das tat sie, schliesslich ist ihr Mann Stammgast im «My Senses» beim Lindenplatz. Fertitto fragte für einen Besichtigung an, ging vorbei, war begeistert – und nun ist die Bar Teil des Kinofilms «Do Re Mi Fa So lauft’s».

Der Film erzählt vom Umfeld eines Musiklabels, in dem ein Produzent nach einem persönlichen Schicksalsschlag ausfällt. Parallel dazu eskalieren interne Machtkämpfe und strukturelle Spannungen in der Branche. Im Zentrum stehen die Belastungen des Musikgeschäfts und ihre Auswirkungen auf die Beteiligten.

Es ist eine Schlüsselszene, die im «My Senses» gedreht wurde – mit Nina Burri, Rapperin Maurinha und Tatjana Lüthi. Und für eine Aussenaufnahme später auch noch Beat Schlatter. In der Nebenrolle: Oliver Brand, der Inhaber der Bar. «Ich habe mich nicht darum gerissen, aber als man mich gefragt hat, habe ich eben zugesagt», so Brand.

Und wie war sein Debüt als Schauspieler? Er habe die Rolle des Barkeepers gehabt, also habe er einfach seinen Job gemacht und nicht schauspielern müssen. «Es war nicht wahnsinnig anspruchsvoll, meinetwegen mussten die Takes jedenfalls nicht mehrfach wiederholt werden», sagt er und lacht. «Es war eine coole Erfahrung.»

Die Dreharbeiten in der Bar dauerten mehrere Stunden – für eine Szene von wenigen Minuten. Im Kino hat Brand den Film noch nicht gesehen. Fertitta habe ihm aber einen Ausschnitt auf dem Handy gezeigt. Ist der «My Senses»-Chef zufrieden mit seiner Leistung? «Nun ja, eigentlich sehe ich mich nicht so gerne auf dem Bildschirm, aber es sah gar nicht mal so schlecht aus.» Auf Social Media habe er jedenfalls schon einige nette Reaktionen bekommen.

Dübendorf war nicht der einzige Drehort für «Do Re Mi Fa So lauft’s» in der Region. Auch in Fehraltorf – Fertittas Wohnort – und Pfäffikon wurden mehrere Szenen aufgenommen.

Premiere hatte der Film am 28. Mai im Kino Abaton in Zürich. Aktuell ist er in folgenden Kinos zu sehen: Kiwi Winterthur, Blue Cinema St. Gallen, Onik Oensingen und im Kino Schwyz; am Sonntag läuft er im Kiwi Schaffhausen an.

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