Kulturprogramm am Atzmännig – dieses Jahr auch für die Grossen
Sportbahnen und Konzerte
Diesen Sommer wird im Atzmännig nicht nur gerutscht, sondern auch gebrätelt, gerockt und übernachtet. Neu finden auch abends Konzerte statt.
Was im letzten Jahr als kulturelles Experiment in den Voralpen begann, wächst 2025 weiter: Atzmännig Kultur bringt auch in diesem Sommer ein vielfältiges Programm auf die Bühne – für Kinder, Familien und erstmals auch für ein erwachsenes Publikum.
Diesen Sommer ergänzt das kleine, feine Fuxx & Haas Open Air das bestehende Familienprogramm. Zwischen Juni und September treten Reggae-Bands, Country-Grössen und eine Balkan-Gruppe auf – begleitet von DJ-Sets, regionalen Foodtrucks und einer Zeltbühne, die Veranstaltungen bei jedem Wetter möglich macht.
«Mit Florian Fox konnten wir einen grossen Star ins Boot holen – er hat ja kürzlich den Prix Walo gewonnen», freut sich Roger Meier, Geschäftsführer der Sportbahnen.
Das Open-Air-Programm richtet sich an Kulturfreunde, Ausflüglerinnen und spontane Entdecker. Wer möchte, kann für wenige Franken die Nacht im Bus, Camper oder Auto auf dem Parkplatz oder den wenigen Stellplätzen auf dem Camping verbringen – unkompliziert und naturnah.
Kunterbuntes für Kinder: Clowns, Schlangen und Theater
Das Mittwochnachmittag-Programm unter dem Label Kunterbunt bleibt das Herzstück von Atzmännig Kultur: Clownerie, Jonglage, Musiktheater, Schlangen zum Bestaunen und jede Menge Interaktion sorgen für Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.
«Wir haben ein tolles Familienprogramm für Jung und Alt zusammengestellt – gerne auch für Grosseltern mit Enkeln, die einen günstigen, unterhaltsamen Nachmittag erleben möchten», sagt Roger Meier.



Ein besonderes Highlight ist die Neuinszenierung von «Heidi» durch das Theater Kanton Zürich. Drei Schauspieler schlüpfen in alle Rollen, Regisseurin Sophia Bodamer bringt Bewegung und Rap auf die Bühne. Die Musik stammt von Anna Trauffer.
Ein Ort für Begegnung, abseits der Hauptstrassen
«Klar, wir sind nicht am Puls der Durchgangsstrasse – zu uns muss man schon bewusst ‹hindere fahre›», sagt Meier. Umso mehr Wert legt das Team auf Gastfreundschaft, Austausch und Atmosphäre.
Der Kontakt mit den Bühnengrössen soll authentisch und echt sein: Nach den Vorstellungen soll es Raum geben für Austausch und gemütliches Zusammensein.
Das Publikum kommt nicht nur aus der Region – auch Gäste aus Winterthur, Zürich und Glarus reisten an. Der Wunsch nach niederschwelliger, vielfältiger Kultur inmitten der Natur scheint vielerorts zu bestehen.
Ins Leben gerufen wurde das Kulturprogramm 2024 vom Schauspieler Kristian Trafelet, der in Hinwil wohnt und die Idee zu diesem Festival während einer längeren Reise in einem VW-Bus hatte.
Trotz durchzogener Wetterlage und schwieriger Sichtbarkeit abseits urbaner Zentren fanden im letzten Jahr rund 1400 Besucherinnen und Besucher den Weg auf den Atzmännig.
Die Zahlen nach der ersten Kultursaison 2024 seien ernüchternd, sagt Roger Meier. «Die Kosten können aus dem Programm unmöglich gedeckt werden.» Doch dank Gönner- und Sponsoringbeiträgen sowie einem Defizitbeitrag der Sportbahnen Atzmännig AG könne das Programm sichergestellt werden.
Dennoch bleibe die Motivation hoch: «Die Freude in den Augen der Kinder und die Komplimente der Erwachsenen motivierten uns, weiterzumachen.»
Fuxx & Haas Open Air
Neben dem Mittwochnachmittag-Programm für Kinder und Familien gibt es neu an den Samstagabenden ein Open Air für ein erwachseneres Publikum – mit auserlesenen Bar- und Foodtrucks aus der Region:
Fuxx & Haas Open Air
Samstag, 21. Juni: 15 Uhr Wolfgang Schönenberger, 19 Uhr Los Billtones (Reggae), DJ Junior Indian.
Samstag, 12. Juli: 15 Uhr Andrew Bond, 19 Uhr Florian Fox und Band (Country).
Samstag, 6. September: 15 Uhr «Heidi» (Theater Kanton Zürich), 19 Uhr Sebass (Balkan).
Die Zeltbühne ermöglicht es, die Vorstellungen bei jeder Witterung durchzuführen. (eru)
