Silvesterchläuse in Wald – Brauchtum mit Herz und Muskelkraft
Tradition an Silvester
Dieses Brauchtum wird besonders gut gepflegt: In Wald gibt es Glocken für das Gute und Geklapper für das Böse. Der Erhalt dieses Brauchs ist Knochenarbeit.
Es ist noch dunkel in Wald, als man schwere Glocken und ein unheimliches Geklapper in der Ferne hört. Schon um 6 Uhr in der Früh sind Gestalten unterwegs, die man nur am 31. Dezember antrifft: Die Silvesterchläuse locken Glück für das neue Jahr an, während die Schnappesel die bösen Geister vertreiben. Ein typischer Neujahrsbrauch in der Gemeinde – vermutlich heidnischer Abstammung.
Neun Paare – bestehend je aus einem Chlaus und einem Esel – teilen sich auf und ziehen von Quartier zu Quartier, um das neue Jahr einzuläuten. Und wer nicht durch die lauten Glocken wach wird, wird mit der Hausklingel geweckt.
Gähnend und mit verschlafenen Augen öffnen die ersten Besuchten ihre Türen. Der Silvesterchlaus setzt mit einem Ruf zum Tanz an, schwingt darauf mit seinen grossen Glocken hin und her. Der Schnappesel macht es ihm nach und klappert mit seinem Gebiss.

