Benjamin Hitz übernimmt die Leitung des Museums Schloss Kyburg
Alte Burg in neuen Händen
Über ein Vierteljahrhundert lang leitete Ueli Stauffacher die Geschicke des Museums im Schloss Kyburg. Nun ist sein Nachfolger bekannt: Historiker Benjamin Hitz.
Wie der Vorstand des Vereins Museum Schloss Kyburg mitteilt, konnte die Stelle des Museumsleiters auf Anfang 2025 mit Benjamin Hitz neu besetzt werden. Der 45-jährige Historiker stammt ursprünglich aus dem Kanton Nidwalden, lebt aber seit einiger Zeit mit seiner Familie in Winterthur.
Zurzeit arbeitet er an der Universität Basel als Privatdozent und wissenschaftlicher Projektmitarbeiter. Er verfügt zudem über das Lehrdiplom für Mittelschulen.
Benjamin Hitz hat an der Kantonsgeschichte Nidwalden und an der Stadtgeschichte Basel mitgearbeitet, in seinen wissenschaftlichen Arbeiten befasste er sich unter anderem mit «Schuldbeziehung und Gerichtsnutzung im spätmittelalterlichen Basel», und zuvor war das «Kämpfen um Sold» Thema seiner Dissertation.
Er war lange Jahre Mitglied der Kulturkommission Isenthal, wo er für Konzept und Gestaltung der Ausstellungen zuständig war; die Kulturkommission wurde 2010 für ihre langjährige Ausstellungstradition mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.
Das Schloss Kyburg wird für Benjamin Hitz nun die neue Wirkungsstätte sein. «Die Kyburg wird von seinen breiten beruflichen Erfahrungen und dem wissenschaftlichen Leistungsausweis profitieren können», heisst es in der Mitteilung weiter.
Abschied von Ueli Stauffacher
Auf Ende Jahr gilt es den bisherigen Museumsleiter zu verabschieden. Nach über 25 Jahren und grossem Engagement für das Schloss Kyburg hatte Museumsleiter Ueli Stauffacher den Wunsch, sich neu auszurichten.
Ueli Stauffacher führte früh neue Vermittlungsformen ein, wie Märchenprogramme, «Museum bei Mondschein» oder «Selbstentdeckungsrundgänge», die heute zum Standard vieler Museen gehören.
«Als Ausstellungsmacher hat er viele anregende Einblicke in historische Themen geschaffen und mit neuen Formaten wie den Tableaux vivants oder quirligen Theaterhäppchen phantasievolle, sinnliche historische Aufführungen für ein breites Publikum angeboten.» Der Verein dankt Ueli Stauffacher für die mit Herzblut ausgeführten Museumstätigkeiten.
