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Kultur

Das «Reeds» bedankt sich in Pfäffikon mit grossen Stars

Zum Geburtstag vom Reggae-Festival Reeds, gibt es grosse Stars, Überraschungen, aber vor allem ein familiäres Ambiente im gemütlichen Pfäffikon.

Ins heimelige Pfäffikon reisen für das diesjährige Jubiläum Stars aus aller Welt an. (Archiv)

Foto: André Gutzwiller

Das «Reeds» bedankt sich in Pfäffikon mit grossen Stars

20-Jahr-Jubiläum

Zum 20. Geburtstag des Reggae-Festivals Reeds gibt es für die Gäste ein aussergewöhnliches Line-up. Aber das ist noch nicht alles.

«‹Reeds› isch eifach Familie», so heisst es alle Jahre wieder am Reggae-Festival am Pfäffikersee. Dass es eine Familiensache ist, heisst es auch auf der Website: «It’s a family thing.» Und diese Stimmung am «Reeds» ist unverkennbar. Viele Besucherinnen und Besucher gönnen sich das Musikspektakel regelmässig – schon seit Jahrzehnten.

Das weiss niemand besser als Tom Heldner. Er ist OK-Präsident und unter anderem zuständig für die Infrastruktur des Festivals. «Man sieht jedes Mal bekannte Gesichter und alte Freunde. Die Leute kommen einfach immer wieder gerne zu uns», sagt er.

Dieses Jahr besteht das Festival bereits seit 20 Jahren. Ein Grund, zu feiern. Ein Grund, sich zu bedanken. «Wir möchten all denen, die uns über diese Zeit unterstützt haben, etwas zurückgeben», betont Heldner. Nicht nur dem grossartigen Publikum, das stets mit grosser Freude mitgemacht habe. Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei immer gut gewesen.

Ein Traum geht in Erfüllung

Deshalb wurde dieses Jahr etwas tiefer ins Portemonnaie gegriffen, damit grosse Stars das Festival bespielen können. Wie etwa der deutsche Reggae-Musiker Gentleman, der am Samstag auf der Bühne stehen wird. Tom Heldner freut sich besonders auf ihn.

Schon als der OK-Präsident vor 20 Jahren als Elektriker beim «Reeds» begonnen hatte, träumte er davon, die Reggae-Legende Gentleman auf der Bühne zu sehen. Er mochte die Musikrichtung schon damals, der Sänger begleitet ihn aber seit seiner Jugend. «Jetzt ist er endlich auch bei uns in Pfäffikon», freut sich Heldner.

Das Line-up brilliert mit weiteren Künstlern, die bereits grosse Bühnen bespielt haben. Die aus Trinidad und Tobago stammende Sängerin Queen Omega macht einen Abstecher nach Pfäffikon während ihrer «More Love»-Welttournee. «Ich sage immer, wir sind etwas zwischen Dorffest und internationalem Festival. Bei uns findet jeder Platz und kann hervorragende Musik geniessen», sagt Heldner.

20 Jahre «Reeds» vom 19. bis 21. Juli

Am Freitag mit Traktorkestar, Shantel & Bucovina Club Soundsystem, Dubioza Kolektiv.

Am Samstag mit Lauwarm, Famara, I-Fire, Kabaka Pyramid, Gentleman.

Am Sonntag mit Queen Omega, Bant, Groundation.

Gespickt mit viel Liebe zum Detail hat das «Reeds» eine Menge zu bieten, nationale und internationale Künstler, Attraktionen, Kulinarik, ein heimeliges Gelände. Ist da noch mehr? «Wir haben ein paar kleinere Überraschungen für unser Publikum, die man dann erst am Festival selbst sehen wird», verrät Heldner.

Nächster Halt «40 Jahre ‹Reeds›»?

Über die Zukunft des Reggae-Festivals macht sich das OK keine Sorgen. «Stand heute steht es um die Organisation gut. Wir arbeiten auf einem sehr hohen Niveau mit Helfenden, Partnern und Sponsoren, die uns jeweils treu sind. Deshalb mache ich mir um die nächsten 20 Jahre keine Sorgen», sagt der Präsident. Auch die Gemeinde habe wahrscheinlich nichts dagegen, meint er.

«Es ist eine nicht alltägliche Veranstaltung, die sich im Pfäffiker Kulturleben etabliert hat», sagt Gemeindepräsident Marco Hirzel (parteilos). Das OK des «Reeds» arbeite zwar ehrenamtlich, aber äusserst professionell, und die Planung erfolge immer ausserordentlich vorausschauend, so Hirzel. «In den ersten Veranstaltungsjahren gab es sicherlich etwas Skepsis, ob dies das Richtige ist für Pfäffikon. Doch aufgrund ihrer Leistungen geniessen sie ein hohes Ansehen in der Gemeinde.»

Und was den Nachwuchs angehe, so werde dieser bestimmt nicht ausgehen, bestätigt Heldner vom «Reeds». «Nicht nur die Mitglieder des OK haben Kinder, es kommen auch immer wieder Personen dazu. Man kann das auch im Publikum beobachten, das oft mit seinem Nachwuchs kommt. Das Festival wird so über Generationen weitergetragen.» Eine Familiensache eben.

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