Wieso trauern, wenn man feiern kann, sagen sie sich im «Gleis1» in Nänikon
Jubiläum und Abschied in einem
Das «Gleis1» in Nänikon schliesst Ende März seine Türen. Trotzdem feiert das Kulturcafé im März noch ausgiebig sein fünfjähriges Bestehen.
Wer mit der S-Bahn von Zürich her kommend nach Uster fährt und beim Bahnhof Nänikon-Greifensee linker Hand aus dem Fenster schaut, erblickt es: das «Gleis1», ein Kulturcafé in der ehemaligen Schalterhalle. Doch das Café wird in seiner jetzigen Form nur noch wenige Wochen Bestand haben.
Trotz hoher Beliebtheit bei den Gästen rentiert es nicht mehr, und das Café muss seine Tore per Ende März schliessen. Gebaut wurde das Café «Gleis1» vor fünf Jahren. Nebst einem regionalen und nachhaltigen Kulinarikangebot bot das Lokal auch ein vielfältiges Kulturprogramm an: Flipper-Plauschturniere, Jazzkonzerte, Afternoon Tea, Zeichenabende – an Ideen fehlte es den Betreibern nicht, an Einnahmen schon.
Noch vor zwei Jahren sah alles anders aus: «Dank der vielen Stammgäste und einem konstanten, motivierten Team schauen wir zuversichtlich in die Zukunft», meinte Regula Meier, Co-Geschäftsleiterin vom «Gleis1» damals. Jetzt kommt es doch anders. «Wir schafften es nicht, mit dem ‹Gleis1› auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein», sagt Meier heute.

