Kinobranche bleibt auch nach der Pandemie schwierig
Kulturbetriebe im Oberland
Den Kinos ging es schon vor der Pandemie nicht besonders gut. Auch das letzte Jahr sei eher durchzogen gewesen. Aufgegeben wird aber nicht.
Die Pandemie forderte hohe Tribute: leere Sessel und geschlossene Kinos. Es hiess, Streamingplattformen seien des Kinos grösste Konkurrenz – gar der Tod der kinematischen Kultur.
Um den Zürichsee geschah 2023 aber das Undenkliche: Das Kino Wildenmann in Männedorf hatte das beste Jahr seit 25 Jahren. Die «Zürichsee-Zeitung» schreibt, dass einiges am Konzept getan wurde und das Kino sich so ein neues Publikum erarbeitet habe. Es setzte vermehrt auf spezifischere Veranstaltungen für Kinder und Frauen, wie auch auf lokale Produktionen.
Klingt nach einem simplen Erfolgsrezept, doch so einfach scheint es nicht zu sein. Im Kino Qtopia in Uster findet sich ein ähnliches Konzept wie im Kino Wildenmann. Frank von Niederhäusern, Vorstandsmitglied des Vereins Kino Qtopia, hebt die Vielfältigkeit des Kinos hervor: «Neben dem Hauptprogramm mit aktuellen Kinostarts gibt es eine separate Schiene für Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie Veranstaltungen.» Damit bezieht er sich auf Sonntagsmatineen mit geladenen Gästen, auf Kurzfilmnächte oder Festivalretrospektiven.
