Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Kultur

Vom Kater auf rutschigen Sohlen, von einem Cüpli-Quartett und unbändigen Pferden

Die Regisseurin vom Theaterverein Fällanden hat an der Probe für ihr neuestes Stücke alle Hände voll zu tun.

Regisseurin Fabienne Pfyffer (Zweite von rechts) ist auch mal mittendrin, wenn der gestiefelte Kater, gespielt von Sybille Ramseier, und der Zauberer Popanz (Eva Ruiz Muller) auf der Bühne proben.

Foto: Bruno Oberhänsli

Vom Kater auf rutschigen Sohlen, von einem Cüpli-Quartett und unbändigen Pferden

Theater in Fällanden

Die Theatergruppe Fällanden führt im Januar das Stück «Der gestiefelte Kater» auf. Während der Proben zeigte sich: Für eine erfolgreiche Premiere brauchts noch bessere Stiefelsohlen für den Kater und eine Kutsche, der die Pferde nicht durchgehen.

Etwas ratlos steht Regisseurin Fabienne Pfyffer vor einigen Schauspielerinnen und Schauspielern, die brav aufgereiht auf der Bühne der Zwicky-Fabrik sitzen. «21, 22, 23 … Gopf, wieso sind nur 23 hier?» Dann kommt ein älterer Herr hinter dem Vorhang hervor. «Ah, der Josef!», sagt Pfyffer gleichermassen erstaunt wie erfreut. «Ich habe hinten noch mein Hörgerät holen müssen», sagt Josef Lütolf, der den Dichter im Stück «Der gestiefelte Kater» spielt. Dieses führt die Theatergruppe Fällanden ab dem 12. Januar auf (siehe Box).  

An diesem Abend ist Probe. Die Regisseurin ist zufrieden, wie das Stück in den bisherigen Proben voranschreitet. «Nun üben wir das erste Mal auf der grossen Bühne und in Kostümen.»

Wie viele Cüplis hattet ihr schon?

Fabienne Pfyffer

Regisseurin

Für den gestiefelten Kater Zeit, ein erstes Mal die Stiefel über die Hosen zu ziehen. Sybille Ramseier spielt ihn. «Passen die Stiefel?», fragt sie eine Kollegin, und schreitet kurz danach mit einer Jelmoli-Tasche übers Parkett. Derweil testet Regisseurin Pfyffer den Vorhang. Der König, gespielt von Vreni Urech, tritt nun auch kostümiert aus der Umkleidezone ins Rampenlicht.

Die Cüpli-Frage

«Spürt ihr den Zwicky-Geist? Braucht ihr ein Aufwärmen?», fragt Pfyffer in die Runde. «Nein», sagt Severine Hüsser, verkleidet als Maschinistin, «wir haben schon seit gut einer halben Stunde Zwicky-Feeling eingeatmet.»

Doch für ein paar der Schauspielerinnen und Schauspieler hätte sich ein Aufwärmen vielleicht gelohnt. «Wie viele Cüplis hattet ihr schon?», fragt die Regisseurin mit einem Augenzwinkern das Quartett, das im Stück ein kritisches Publikum spielen soll, aber noch ein wenig mit den Dialogen zu kämpfen hat.

Meist sind aber die Akteure sehr textsicher, obwohl der Text erst kürzlich leicht abgeändert worden ist. Regieassistentin Verena Vaucher hat das Original von Ludwig Tieck in Mundart übersetzt. Sie ist es auch, die bei einem Hänger die Sätze einflüstert.

Auf einige Passagen des Originals habe man bewusst verzichtet, sagt Pfyffer. «Zu verrückt waren etwa Szenen mit tanzenden Bären und Elefanten.»

Teenager-Pferde ziehen Kutsche

Für die Regisseurin bleibt auch so genug Arbeit. Mal fordert sie mehr Bewegung, mal weniger. Dann ist ihr eine Pause nicht lang genug. «Lass dir Zeit. Das sind mega wichtige Sätze.» Und Sorgen macht sich die emsige Regisseurin auch um die Sicherheit der Schauspieler. So fragt sie nach griffigeren Sohlen für die Stiefel des Katers. Sybille Ramseier war zuvor auf der Bühne mehrmals ins Rutschen gekommen.

Am Einsatz mangelt es aber auch den Schauspielerinnen und Schauspielern nicht. Die Jüngsten im Bunde können ihre Energie kaum zügeln. Als Vierergespann sollten sie eine menschliche Kutsche anführen, laufen dem Gefährt aber davon. «Wir sind zu schnell», bemerkt eines der Rösser im Teenageralter.

An der Schlussbesprechung lobt Fabienne Pfyffer die Schauspieltruppe, mahnt aber auch dranzubleiben: «Seid mit dem Text unterwegs und tragt ihn auch über die Festtage bei euch.»

Aufführungen und Tickets

Die Theatergruppe Fällanden führt das Stück «Der gestiefelte Kater» vom 12. bis zum 27. Januar in der Zwicky-Fabrik auf. Die Aufführungen finden jeweils von Donnerstag- bis Samstagabend und an den zwei Sonntagvormittagen statt. Tickets und weitere Informationen unter www.theaterfaellanden.ch.

 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns