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Jazz-Legende in Uster: Juan Munguía lebt seine Freundschaften aus

Jazz-Legende Juan Munguía bespielt am Freitag den Musikcontainer in Uster. Ein Muss für die, die sich von musikalischen Spektakel mitreissen lassen wollen.

Der Trompeter Juan Munguía stattet Uster einen Besuch ab und spielt mit langjährigen Freunden auf der Bühne.

Foto: Juan Munguía

Jazz-Legende in Uster: Juan Munguía lebt seine Freundschaften aus

Konzert im Musikcontainer

Mit seinem Herzensprojekt «Cubano Bop» vermischt Juan Munguía kubanische Rhythmen mit klassischem Bebop. Das Konzert ist ein Muss für die, die sich von Melodien mitreissen lassen wollen.

«Juan Munguía ist ein begnadeter Lehrer und übte grossen Einfluss unter den Latin-affineren Schweizer Jazzmusikern aus», sagt Bernhard Bamert, Musiker und Programmleiter des Jazzclubs Uster.

Am Freitag tritt der Jazz-Virtuose Juan Munguía im Musikcontainer in Uster auf. Er ist als Trompeter der Band Irakere in den 90ern bekannt geworden. Sie gilt als eine der wichtigsten Bands des Latin-Jazz. Mit Irakere musizierte er von 1980 bis 1995. Heute spielt der gebürtige Kubaner überall auf der Welt – als Freelancer in Ensembles und grossen Jazz-Bands. Auch mit seinem eigenen Herzensprojekt.

Ein musikalisches Spektakel

«Cubano Bop» hat er es getauft. «Kubanische Rhythmen verschmelzen mit dem klassischen Jazzstil Bebop. Das Ergebnis ist ein Spektakel», erklärt der Trompeter. Jazz erzähle eine Geschichte, fährt Munguía fort, und es sei eine Musik, die geteilt wird – zwischen den Musikern und mit dem Publikum.

Jazz stehe nicht für ein Produkt, wie es heute in der Musikbranche üblich sei, meint Munguía. Das Publikum werde im heutigen musikalischen Kontext mit einer Kommerzialisierung konfrontiert, die von der Musik ablenke und das Erlebnis an Namen, Showeffekte und Marketingstrategien binde. Beim Jazz erlebe man die Musik bodenständiger.

Das Ambiente des «Cubano Bop» ist fröhlich, aber tiefgründig mit viel Gefühl. Der Stil charakterisiert sich durch die unterschiedlichen Einflüsse der Musikrichtungen, wie auch die der Musiker selbst. Die Musikstücke haben Platz für Improvisation, wodurch etwas Einzigartiges entsteht.

Früchte und Freundschaften

Bei der Auswahl der sechs anderen Köpfe, mit denen er spielen wird, hat er bewusst auf ihre musikalische Neigung geachtet. Das gemeinsame Musizieren schleift die melodische Affinität und pflegt die Freundschaften, die man zu den anderen habe. «Es ist, als würde man eine Frucht am Markt auswählen. Man will die saftigste, die schmackhafteste.»

Mit auf der Bühne ist unter anderen der Ustermer Jazzmusiker Bernhard Schoch, mit welchem er eine langjährige Freundschaft pflegt. «Wir kennen uns schon sehr lange und haben schon viel miteinander musiziert. In der Schweiz wie auch in Kuba», sagt Munguía. In Kuba hätte Schoch bei ihm gelebt, wenn er zu Besuch war. Wenn Munguía in der Schweiz sei, lebe er bei ihm in Uster.

Munguía wurde 1996 von der Swiss Jazz School in Bern angefragt, ob er unterrichten wolle, und kam so in die Schweiz, wo er zwei Jahre an unterschiedlichen Orten wohnte. Auch wenn er jetzt in Alicante in Spanien wohnt, so hat er den Bezug zur Schweiz nie verloren und ist ein gern gesehener Gast in Uster.

«Cubano Bop» mit Juan Munguía im Jazzclub Uster

Juan Munguía spielt mit einem sechsköpfigen Ensemble auf der Bühne des Musikcontainers, wo sie mit kubanischer Volksmusik und Bebop Jazz einen neuen Klang erschaffen, den «Cubano Bop».

Freitag, 24. November 2023

Türöffnung 19 Uhr, Konzert 20 Uhr

Musikcontainer Uster

Juan Munguía (Trompete, Flügelhorn), Domenic Landolf (Saxofon), Bernhard Schoch (Trompete, Flügelhorn, Tuba), Gregor Müller (Klavier), Eduardo «Dudu» Penz (Bass), Pius Baschnagel (Schlagzeug), Giorgios Mikirozis (Conga, Perkussion)

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