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Vor dem Sauriermuseum steht jetzt ein Flussungeheuer

Gross und «gfürchig»: Im Aatal steht ein neues Modell eines aussergewöhnlichen Dinosauriers.

Die neueste Errungenschaft des Sauriermuseums Aathal: ein Spinosaurus aegyptiacus.

Foto: PD

Vor dem Sauriermuseum steht jetzt ein Flussungeheuer

Furchteinflössender Empfang

Er ist grösser als der bekannte T-Rex: Das Sauriermuseum Aathal präsentiert ein besonders detailgetreues Modell eines Spinosaurus aegyptiacus.

Spinosaurus aegyptiacus heisst der jüngste Neuzugang des Sauriermuseums Aathal. Ab sofort steht der Raubdinosaurier in Lebensgrösse an besonders prominenter Stelle. Direkt beim Eingang begrüsst er die Besucherinnen und Besucher mit weit aufgesperrtem Maul, furchteinflössenden Zähnen und beeindruckenden Krallen.

Für die Museumsbesucher möglicherweise beruhigend: Der Saurier hatte es vor allem auf Fische abgesehen. Zu Lebzeiten vor rund 100 Millionen Jahren hatte er sich an ein Leben im Wasser angepasst. Seine Entdeckung gilt in der Paläontologie deshalb als einzigartig und bahnbrechend.

Rätsel gebe nach wie vor sein auffälliges Rückensegel auf, schreibt das Museum in einer Mitteilung. Es könnte beim Imponierverhalten oder zur Wärmeregulation genutzt worden sein. Die Masse des Spinosaurus sind aber sowieso beeindruckend: 15 Meter lang und bis zu 10 Tonnen schwer wurde der Saurier. Damit übertrumpft er sogar seinen bekannteren Artgenossen Tyrannosaurus rex.

Ein Modell eines Spinosaurus aegyptiacus vor dem Sauriermuseum Aathal.
In der Frontalansicht wird die Grösse des Spinosaurus aegyptiacus besonders deutlich.

In freier Wildbahn sind sich die räuberischen Artgenossen allerdings nie begegnet. Wie sein Name schon erraten lässt, lebte der Spinosaurus aegyptiacus in Nordafrika, im heutigen Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko. Der T-Rex hingegen bevölkerte die Erde in Nordamerika – und dies erst mehrere Millionen Jahre später.

Das Modell des Spinosaurus, der den Spitznamen «Flussungeheuer von Nordafrika» trage, beruhe auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ergebnissen einer 20-jährigen Forschung, teilt das Sauriermuseum mit. Es sei nach neuesten Prinzipien von der italienischen Manufaktur DI.MA Dino Makers erstellt worden.

«Die Haut und die Ornamentierung des Modells sind bis ins letzte Detail ausgearbeitet», heisst es. Sie sollen den Eindruck eines lebendigen Spinosauriers vermitteln. Vor einem halben Jahr wurde das Modell erstmals im Hauptquartier des Magazins «National Geographic» in Washington präsentiert.

Nun also ist es im Oberland angekommen. Die Museumsbetreiber im Aatal zeigen sich stolz über die neueste Errungenschaft: «Das Sauriermuseum Aathal ist nun das erste Museum in Europa, das ein solches Modell dauerhaft ausstellen kann.»

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