Er tritt lieber im Chesselhuus als im Hallenstadion auf
Comedy in Pfäffikon
Matthias Hauser tritt am Samstag mit seinem Comedy-Programm im Pfäffiker Chesselhuus auf. Der Abend soll das Publikum aus dem eigenen Alltag holen – und Teil von Hausers Leben werden lassen.
Am Samstag bebt das Chesselhuus – ausnahmsweise mal nicht wegen fetter Beats oder lauter Drums, sondern hoffentlich wegen des hallenden Gelächters. Denn darum geht es Matthias Hauser, der mit seinem Comedy-Programm «Willkommen zu Hauser» auftritt. Er will andere Menschen mit seinem Humor begeistern, sie dem Alltag entfliehen lassen – indem er sie in sein eigenes Leben mitnimmt. Und das findet in unmittelbarer Nähe zum Chesselhuus statt; der 35-Jährige arbeitet nämlich in Pfäffikon.
Der Familienvater erzählt von persönlichen Erlebnissen, von kleinen Alltagsbeobachtungen, von seinen eigenen Unzulänglichkeiten. «Das Leben bietet die beste Inspiration», sagt Hauser. Je näher man die Komik an den Puls des Lebens bringe, desto besser könne sich das Publikum damit identifizieren. «Im besten Fall tut ein Witz ein klein bisschen weh, weil man sich darin wiedererkennt», erklärt Hauser. «Und er bringt Erleichterung – denn am Ende geht es uns allen ähnlich.»
Wenn das Publikum über meine Alltagsproblemchen lachen kann, vergisst es für einen Moment die eigenen.
Matthias Hauser
Fernsehredaktor, Familienvater, Comedian
Schon als Kind sei er ein Witzbold gewesen, habe kein Fettnäpfchen ausgelassen. Das spiegelt sich nun in seinem Programm wider, wo er wilde Gedanken weiterspinnt, aus seinem Arbeitsalltag erzählt oder Erlebtes überspitzt. Von der Orientierungslegasthenie bis hin zu Polizeikontrollen in den USA und wie seine Mutter ihm das Autofahren beigebracht hat – Hauser bedient sich der Komik seines eigenen Lebens.
Papi, Produzent und ganz viel Pfäffikon
Normalerweise steht Hauser eher hinter der Kamera. Seit mehreren Jahren arbeitet der 35-Jährige als Fernsehredaktor für ERF Medien in Pfäffikon, wo er unter anderem das «Fenster zum Sonntag» mitproduziert. Den Ausgleich dazu biete ihm die Bühne. «Da kann ich meinen Narzissmus ausleben», scherzt Hauser und lacht.
Auf den Auftritt im Chesselhuus freue er sich besonders – er sehe sich schon fast als Wochenaufenthalter in Pfäffikon. Über Mittag ist er oft am Pfäffikersee, kennt die Region wie seine Hosentasche. Obwohl er mit Frau und Kindern in Schaffhausen wohnt, liegt ihm Pfäffikon am Herzen. Er bevorzugt kleinere Bühnen, ländlichere Gegenden – die Atmosphäre läge ihm mehr. «Der Auftritt im Chesselhuus ist mein persönlicher Hallenstadion-Moment», sagt Hauser. Und das, nachdem er bereits am Arosa Humorfestival und beim Tourneetheater Das Zelt aufgetreten ist.
Ein grosser Star ist er sowieso schon – zumindest für seine Kinder. Die würden ihren Papi nämlich als den berühmtesten und lustigsten Komiker der Schweiz sehen, zumindest manchmal. Dabei bieten gerade sie ihm jede Menge Inspiration für sein Programm. Zum Beispiel sein Sohn, der Nasenbluten bekommt, wenn er hässig wird.
Zwischen Peach Weber und Adam Sandler
«Ich sehe mich als unehelichen Sohn von Peach Weber», scherzt Hauser. Er hörte als Kind CDs von Peach, wollte schon immer auf die Bühne. Damals habe er im Theater und in Musicals gespielt – in der Jugend habe er den Bezug zum Rampenlicht aber verloren. 2019 fing er dann mit Auftritten an, in kleinen Clubs in Zürich. So hatte er – genau wie sein Vorbild Peach – seinen ersten Auftritt in der «Longstreet», einer Bar an der Langstrasse in Zürich.

Neben dem Schweizer Comedy-Urgestein holt sich Hauser aber auch gerne bei anderen Schweizer Comedians Inspiration. Claudio Zuccolini, Tamara Cantieni – die mag er besonders. Aber auch internationale Comedy-Stars – so zum Beispiel Felix Lobrecht oder Adam Sandler – inspirieren ihn. «Manchmal ist es nur die Art, wie sich jemand bewegt, Blicke, Pausen zwischen den Wörtern», sagt der 35-Jährige.
Letztlich gehe es darum, auf der Bühne den eigenen Stil zu finden – oder gar, sich selbst zu finden. «Andere zahlen für einen Therapeuten, ich werde für meine Therapiestunde bezahlt», witzelt er. Und im besten Fall könne sich das Publikum daran erfreuen.
Matthias Hauser tritt am Samstag, 30. September, mit seinem Soloprogramm «Willkommen zu Hauser» im Chesselhuus in Pfäffikon auf. Neben Stand-up-Comedy singt Hauser mit seiner Gitarre und interagiert mit dem Publikum. Das Ticket kostet 29 Franken und kann auf der Website des Chesselhuus oder an der Abendkasse erworben werden. Die Show beginnt um 20 Uhr.
Wenn Sie sich das Ticket nicht leisten können, gibt es trotzdem die Möglichkeit, dabei zu sein. Für nähere Informationen dazu melden Sie sich bitte über Matthias Hausers Website unter www.matthiashauser.net.
