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«Für Kunst aus Fällanden ist der Aufwand kleiner»

Kommen heimische Werke bei der aktuellen Kunstausstellung in Fällanden zu kurz?

Auch der Luzerner Künstler Werner Zemp stellt in der Zwicky-Fabrik aus. Sein drehendes Werk «Taumel» wird an der Ausstellung zu sehen sein.

Foto: PD

«Für Kunst aus Fällanden ist der Aufwand kleiner»

Wo bleibt die heimische Kunst?

Für die Ausstellung «Kunst in der Zwicky» sind heuer ausländische Künstler eingeladen. Im Interview stellt sich Heinz Schmid von der Kulturgruppe Fällanden der Frage, ob damit nicht hiesige Kunstschaffende zu kurz kommen.

Herr Schmid, Sie haben für die Ausstellung «Kunst in der Zwicky 2023» das Feld für Kunstschaffende geöffnet: Mit dabei sind auch Personen aus Basel, Luzern oder gar Salzburg. Kommen so nicht Künstlerinnen und Künstler aus Fällanden zu kurz?

Heinz Schmid: Nein, wir wechseln bewusst ab. In diesem Jahr haben wir Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Schweiz eingeladen. Ausnahmsweise auch aus Österreich. Denn in der Stadt Salzburg waren im Sommer 2020 Künstler aus Fällanden zu Gast, um dort auszustellen. 2025 ist in der Zwicky-Fabrik wieder kommunale Kunst gefragt, also aus Fällanden.  

Ein Mann mit Brille und grauem T-Shirt guckt in die Ferne.

Ob wir die Energie dafür aufbringen, ist die andere Frage.

Heinz Schmid, Mitglied Künstlergruppe Fällanden

Sollen aber künftig vermehrt ausländische Gäste ihre Werke in Fällanden präsentieren?

Die Idee wäre es. Ob wir die Energie dafür aufbringen, ist die andere Frage. Solche Ausstellungen finden ja – Ausnahmen wie Corona ausgenommen – nur alle vier Jahre statt. Und die Mitglieder unserer Kulturgruppe sind ja eher älteren Semesters. Für Kunst aus Fällanden ist der Aufwand kleiner.

Zur Person

Heinz Schmid ist Mitglied der Kulturgruppe Fällanden. Der 76-Jährige ist einer der Initiatoren von «Kunst in der Zwicky» und auch federführend bei dieser Ausstellung.

Wenn Sie nur mit einem Kunstwerk Werbung für Ihre Ausstellung machen könnten, welches würden Sie wählen?

Schwierig. Vielleicht mit dem Kunstwerk von Ursula Stalder. Die Luzernerin macht Kunst aus Abfällen. Das ist auch bei uns zu sehen. Wir bauen für sie einen Tisch auf, worauf die Künstlerin aus Zigarettenstummeln, Konservendosen oder einem Paddel eine Installation macht. Der Abfall stammt aus dem Greifensee und dessen Umgebung, den der Verein Jugendarbeit Fällanden, die Teilnehmer des Clean-up-Day sowie Taucher eingesammelt haben.

Worauf können sich die Besucher sonst noch freuen?

Auf die Vielfalt der Ausstellung. Zu sehen sind Bilder, Skulpturen und Installationen. Einiges wird exklusiv für diesen Anlass in der Zwicky-Fabrik gemacht und dort aufgebaut und ist nachher nicht mehr zu sehen. Es sind grosse Installationen – wir haben ja auch viel Platz in der Zwicky-Fabrik.

 

«Kunst in der Zwicky»

Die Ausstellung «Kunst in der Zwicky 2023» beginnt mit der Vernissage am 4. Mai um 19 Uhr. Die Werke sind danach bis zum 14. Mai in der Zwicky-Fabrik an der Wigartenstrasse 13 zu sehen. Weitere Informationen auf www.kulturgruppe-fällanden.ch.

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