Kinder wollen sich im Quartier sportlich betätigen
Neben einem Spielplatz für kleine Kinder gibt es in der Überbauung Zwicky im Grenzgebiet von Dübendorf und Wallisellen gerade für grössere Kinder und Jugendliche keinen Ort, wo sie sich aufhalten und sportlich betätigen können.
«Dabei besteht ein grosses Bedürfnis dafür», sagt Federico Billeter vom Quartierverein Zwicky-Areal. Das habe die mobile Streetsoccer-Anlage gezeigt, die im Herbst 2021 und Frühjahr 2022 für je vier Wochen direkt unter dem S-Bahn-Viadukt aufgestellt war – und von den Kindern und Jugendlichen nicht nur rege genutzt, sondern auch eigenständig sauber gehalten worden sei.
Unter 10’000 Franken
Die Kinder- und Jugendarbeit Dübendorf und die Jugendarbeit Wallisellen hatten die Aktion gemeinsam durchgeführt, unterstützt von einer privaten Grundeigentümerin. Mit einer Petition setzt sich der Quartierverein nun für einen Ort «für Sport und Spiel» innerhalb der Grossüberbauung ein.
Eine Streetsoccer-Anlage sei mittlerweile für unter 10’000 Franken zu haben, so Billeter. Man lege sich aber nicht auf eine Sportart fest und habe das Begehren deshalb bewusst offengehalten. «Wir wollen mit der Petition einen politischen Prozess anstossen.»
Die rund 450 Unterschriften wurden am Mittwoch an die Verantwortlichen der beiden Kommunen übergeben. In Dübendorf nahm Stadtpräsident André Ingold (SVP) die Petition entgegen – und wurde dafür von den anwesenden Kindern schon mal ordentlich gefeiert.
Nur eine Reklamation
Er könne den Wunsch der Anwohner nachvollziehen, sagte Ingold, ohne einem Entscheid vorgreifen zu wollen. Dass das weitere Vorgehen mit der Gemeinde Wallisellen koordiniert werden müsste, sei kein Problem. «Wir stehen ohnehin in einem regelmässigen Austausch.»
Und auch das Geld sei weniger ein Problem. «Die Herausforderung ist, einen Platz für eine Anlage zu finden», so Ingold. Da die Stadt in dem Gebiet keinen Grundbesitz habe, sei man auf Private angewiesen.
Billeter ist diesbezüglich zuversichtlich, zumal die Streetsoccer-Anlage innerhalb der Siedlung eine breite Akzeptanz genossen. Das zeige sich auch daran, dass in den insgesamt acht Wochen gerade mal eine Lärmklage eingegangen sei. «Stattdessen erhielten wir in dieser Zeit zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Anwohnerschaft.»