Kaserne in Dübendorf wird nach der Schliessung wieder zum Asylzentrum
Saisonaler Migrationsanstieg
Das Staatssekretariat für Migration reagiert auf steigende Asylgesuchzahlen und öffnet insgesamt drei Zentren. Alle drei wurden erst im Winterhalbjahr geschlossen.
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) nimmt aufgrund steigender Asylgesuchzahlen drei temporär geschlossene Asylzentren wieder in Betrieb. Es geht um die Kaserne in Moudon im Kanton Waadt, die Kaserne in Dübendorf im Kanton Zürich und die Truppenunterkunft in Eigenthal im Kanton Luzern. Die Asylzentren bieten insgesamt 600 zusätzliche Plätze.
Die Wiedereröffnung erfolgt als Reaktion auf den saisonal bedingten Anstieg der Asylgesuche. Während das SEM zu Jahresbeginn neun Zentren wegen geringerer Nachfrage geschlossen hatte, steigt die Auslastung der bestehenden 30 Zentren nun wieder an. Schweizweit liegt sie bei 73 Prozent, in den Regionen Westschweiz, Zürich und Tessin-Zentralschweiz bereits bei 80 Prozent.
Die Zürcher Anlage wie auch die Truppenunterkunft in Eigenthal und die Kaserne in Moudon sind drei der neun Zentren, die das SEM während des Winterhalbjahrs aufgrund tieferer Gesuchzahlen geschlossen hatte.
Schliessung der Zentren habe 25 Millionen Franken gespart
Durch die Schliessungen konnten laut dem SEM Betriebskosten von rund 25 Millionen Franken eingespart werden. Zu den Kosten der erneuten Öffnung macht die Behörde keine Angaben.
Nach der Wiedereröffnung der drei Standorte verfügt das SEM über rund 7500 Unterbringungsplätze. Das SEM rechnet für 2025 mit etwa 24’000 Asylgesuchen und 12’000 Gesuchen für den Schutzstatus S. Die höchste Zahl neuer Gesuche wird zwischen Mitte August und November erwartet.