Justiz

Wegen zu lauten Tönen

Tubaspieler aus Maur geht vor Gericht – und landet im Fernsehen

Über Nacht wurde Bruno Puricelli wohl zum bekanntesten Tubisten der Schweiz. Weil ein musikalisches Intermezzo zum Gerichtsfall wurde, durfte der Maurmer bei «Late Night Switzerland» von SRF auftreten.

Tubaspieler aus Maur geht vor Gericht – und landet im Fernsehen

Wegen zu lauter Töne

Über Nacht wurde Bruno Puricelli wohl zum bekanntesten Tubisten der Schweiz. Weil ein musikalisches Intermezzo zum Gerichtsfall wurde, durfte der Maurmer bei «Late Night Switzerland» von SRF auftreten.

Bruno Puricelli, Tubist aus Maur, will eine Busse wegen unberechtigten Musizierens nicht akzeptieren. Deswegen durfte der 71-Jährige kürzlich sein Können gar bei «Late Night Switzerland» von SRF zeigen. Am kommenden Dienstag steht er vor Gericht – ob mit oder ohne Tuba, ist noch unklar.

«Guantanomuur» hiess das Dorf am Greifensee bei Stefan Büsser auf SRF. Denn die Tuba war zum Zeitpunkt der Sendung immer noch in der Asservatenkammer der Polizei. Diese beschlagnahmte das Musikgerät am 1. August 2025, als sie das Musizieren wegen Beschwerden stoppte. Mittlerweile durfte Puricelli sein Instrument wieder abholen.

Was war passiert? Der frühere Präsident der Musikgesellschaft Maur wollte der Schweiz ein Ständchen spielen und blies den «Schweizerpsalm» im Freien beim Schützenhaus. Nachbarn beschwerten sich, die Polizei erschien. Puricelli weigerte sich, eine Busse über 50 Franken zu bezahlen, die Polizisten beschlagnahmten das Instrument.

«Unzumutbare Störung»

Es kam zu einem ordentlichen Verfahren beim Statthalteramt, das mit einer Busse von 100 Franken endete. Mit Gebühren sollte der Tubist 250 Franken bezahlen. Den Strafbefehl zog Puricelli ans Bezirksgericht Uster weiter.

Gemäss Strafbefehl wurde die Anwohnerschaft «in unzumutbarer Weise gestört». Diese hatte sich erfolglos bei dem Musiker beschwert und anschliessend die Polizei eingeschaltet.

Parallel läuft ein weiteres Verfahren. Die Gemeinde sprach gegen den Mann ein Musizierverbot auf öffentlichem Grund aus, wie die «Maurmer Zeitung» berichtete. Er wehrt sich beim Bezirksrat dagegen. Wieso Bruno Puricelli darauf beharrt, draussen zu spielen, ist noch unklar. Mittlerweile tut er dies aber auf Privatgrund im Wald.

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