Grosshandel mit Potenzmitteln platzte
Fall aus Dübendorf
Ein Kosovare hatte sich packweise Potenzmittel vom Ausland nach Dübendorf schicken lassen. Weil er damit einen illegalen Handel betrieb, wurde er nun bestraft.
Jeweils mehrere hundert Tabletten mit Potenzmitteln enthielten die Päckli aus Indien, die immer an derselben Adresse in Dübendorf ankamen. Bis im Frühling 2025: Da öffnete der Zoll bei einer Kontrolle in einem Schweizer Postzentrum eines der Pakete, worauf ein Strafverfahren ins Rollen kam.
Nicht zugelassene Medikamente
Das Verfahren endete kürzlich mit einem Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft. Denn der geborene Kosovare, an dessen Dübendorfer Wohnadresse die bei einem Online-Anbieter bestellten Medikamente geliefert wurden, hatte nicht einfach ein persönliches Potenzproblem, das er diskret behandeln wollte. Er habe mit der Grossbestellung «wissentlich und willentlich die für Eigenkonsum monatlich zugelassene Einfuhrmenge um ein Vielfaches» überschritten, heisst es im Strafbefehl.
Die Ware habe er nämlich bestellt, «um sie grösstenteils mit Gewinn zu verkaufen». Zudem handle es sich bei den importierten Tabletten um «hierorts nicht zugelassene Medikamente».
1000 Tabletten beschlagnahmt und vernichtet
Der heute 46-Jährige wurde deshalb verurteilt wegen des mehrfachen vorsätzlichen, teilweise versuchten Vergehens gegen das Heilmittelgesetz. Er erhielt – als Zusatzstrafe zu einem früheren Urteil – eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 30 Franken. Zahlen muss der Mann eine Busse von 700 Franken sowie Verfahrenskosten von 800 Franken.
Diejenigen Medikamente, die der Kosovare noch nicht weiterverkauft hatte, wurden beschlagnahmt und vernichtet. Es sind dies weit über 1000 in unterschiedliche Einheiten abgepackte Tabletten, Brausetabletten und Kautabletten mit den klassischen Potenzmittel-Wirkstoffen Tadalfil, Verdenafil und Sildenafil.
