Vater verletzte sein Baby massiv – aber ins Gefängnis muss er nicht
Bezirksgericht Hinwil
Gleich mehrere Knochenbrüche hat ein Oberländer seinem Baby zugefügt. Die Strafe dafür wird er jedoch wenig spüren.
Wer die äusserst kurze Anklageschrift zu dem Fall liest und den ebenso kurzen Prozess besuchte, der vor ein paar Tagen am Bezirksgericht Hinwil stattfand, könnte meinen, es gehe um eine banale Geschichte. Doch es geht um eine Gewalttat von erheblicher Schwere an einem Kind in der allerersten Phase seines Lebens.
Baby nach oben geschwungen
Passiert ist die Sache in einer Frühlingsnacht vor zwei Jahren im Zürcher Oberland. Ein Mann hatte sein Baby gepackt, das gemäss Anklageschrift «schreiend auf dem Sofa» lag. Er hielt das Kind an einem Arm und einem Bein, schwang es «mutwillig mit Wucht nach oben» und presste es anschliessend fest an sich.

