«Du Hurensohn!»: Parkplatzstreit in Wetzikon eskalierte
Frau verurteilt
Eine Frau gab in Wetzikon ihrem Unmut Ausdruck, weil ein Nachbar falsch parkierte. Das kostet sie nun einiges.
Der eigene Parkplatz hat in der Schweiz einen hohen Stellenwert. Ist er einmal von einem Fremden besetzt, ist kaum je mit Toleranz zu rechnen.
Dreimal einen Zettel am Auto
Das musste auch ein Wetziker erfahren. Er hatte seinen Wagen auf dem Parkplatz einer grossen Wohnungsüberbauung offenbar nicht so exakt abgestellt. Und das wurde ihm deutlich klargemacht. So fand er im vergangenen August dreimal eine handschriftliche Notiz einer Nachbarin an seinem Auto vor, die ihn auf den Fehler hinwies.
Diese Hinweise waren in einem sehr aggressiven Ton gehalten, wie ein kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft erlassener Strafbefehl zeigt. «Du Hurensohn Kannst du so parkieren das du nicht auf meinem Feld bist!», schrieb die aus dem arabischen Raum stammende Frau. Sollte der Mann nicht fähig sein, künftig genau in seinem Feld zu parkieren, sollte er gefälligst seine «Scheiss Prüfung», also den Führerausweis, abgeben. Ferner kam es zu weiteren Beleidigungen und zur Androhung, dass die Frau ihre Rechtsschutzversicherung einschalte, sollte ihr Parkplatz noch einmal behindert werden.
Kosten von über 1000 Franken
Der Nachbar liess sich das nicht gefallen und erstattete Strafanzeige. Das entsprechende Verfahren wurde nun mit einer Verurteilung der Frau wegen Beschimpfung abgeschlossen.
Die 31-Jährige erhielt eine bedingte Geldstrafe von 1200 Franken. Zahlen muss sie hingegen eine zusätzlich verhängte Busse von 300 Franken. Dazu kommen Verfahrenskosten von 800 Franken. Der Parkplatzstreit endet für die Frau also mit Kosten von total 1100 Franken.
