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Justiz

Seltener Fall

Mutter missbrauchte Identität ihrer Tochter

Ein Vermögensdelikt innerhalb der eigenen Familie - auch das gibt's, wie ein Oberländer Fall zeigt.

Mutter missbrauchte Identität ihrer Tochter

Seltener Fall

Eine Oberländerin hatte auf betrügerische Weise bei der Migros Waren ergattert, indem sie im Namen der Tochter agierte. Ein Trick, der sich nicht lohnte.

 

Seit dem 1. September 2023 gibt es im Schweizer Strafgesetzbuch einen Straftatbestand mit dem Titel «Identitätsmissbrauch». Der neue Artikel ermöglicht, jemanden zu bestrafen, der «die Identität einer anderen Person ohne deren Einwilligung verwendet, um dieser zu schaden oder um sich oder einem Dritten einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen».

Die Staatsanwaltschaft See/Oberland hat kürzlich nun per Strafbefehl eines der ersten Urteile im Kanton Zürich nach dem neuen Artikel gefällt – aber nicht etwa gegen einen international tätigen, gerissenen Cyberkriminellen, der mit einer fremden Identität auf grossem Beutezug war, sondern gegen eine Frau aus dem Oberland, die ein einziges Mal und im kleinen Rahmen gegen das Gesetz verstiess.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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