Rassismus-Vorfall im Rekrutierungszentrum in Rüti
Ein Rekrut verschickte im Rekrutierungszentrum in Rüti Bilder auf Whatsapp, die rassistische und menschenverachtende Inhalte enthielten. Nun muss er die Konsequenzen tragen.
Sechs rassistische Posts innert elf Minuten. Diese soll ein Rekrut im Rekrutierungszentrum in Rüti auf Whatsapp geteilt haben. Für dieses Verhalten wurde er nun von der Militärjustiz bestraft, wie der «Blick» berichtet.
Die Bilder zeigten «menschenverachtende, rassistische Grundhaltungen» – und beinhalteten laut «Blick» auch Kinderpornografie. Der Rekrut verschickte unter anderem Hitlerbilder, Sexszenen mit Hitlergruss und Hakenkreuzen sowie eine Tafel mit der Aufschrift «Juden werden hier nicht bedient».
Kein Einzelfall
Der Rekrut begründete sein Verhalten damit, dass er lustig sein und dazugehören wollte. Er schämte sich laut dem Artikel für seine Tat. Für die Militärjustiz war das Unrecht damit eher gering. Bestraft wurde der Rekrut trotzdem. Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 100 Franken. Ausserdem muss er eine Busse von 200 Franken sowie die Verfahrenskosten von 450 Franken bezahlen.
Wie Recherchen des «Blicks» zeigen, ist der Vorfall in Rüti kein Einzelfall. Auch in der Kaserne in Payerne verschickte ein Rekrut Bilder mit rassistischen und gewalttätigen Darstellungen. Er wurde ebenfalls bestraft.
