Trotz harscher Kritik: Warum das Pflegezentrum Bauma alternativlos bleibt
Die Anti-Folter-Kommission findet gewisse Zustände im Pflegezentrum Bauma «nicht menschenrechtskonform», die Verantwortlichen halten dagegen. Klar scheint einzig: Auch in Zukunft wird kein Weg am privaten Heim vorbeiführen.
Wenn sich die Wolken wie ein Schleier an das gräuliche Hochhaus am Fluss schmiegen, wirkt das Pflegezentrum in Bauma geradezu mystisch. Wer es für einen geheimnisvollen Ort hält, liegt zumindest insofern richtig, als das Heim im ehemaligen Spitalgebäude nicht mit seiner Einzigartigkeit hausieren geht.
Dabei hätte es dazu allen Grund: Trotz dem familiär klingenden Namen hat es wenig mit den Alters- und Pflegeheimen zu tun, wie man sie in fast jeder Gemeinde findet.
Hier leben Menschen verschiedenster Couleur: schuldunfähige Straftäter mit einer stationären Massnahme, Verwahrte, Straftäter in Sicherheitshaft oder Menschen, die die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) fürsorgerisch untergebracht hat. Sie alle eint, dass sie wegen ihres hohen Pflegebedarfs keinen Platz mehr in herkömmlichen Kliniken oder Gefängnissen haben. Das von einer privaten Aktiengesellschaft geführte Pflegezentrum ist ihre letzte Station.


