Mit fotokopierter Autonummer im Glattal herumgefahren
Ungewöhnlicher Fall
Mit einem Auto, an dem er lediglich ein Kontrollschild aus Papier anbrachte, war ein Mann in der Region unterwegs. Das kostet ihn nun fast 2000 Franken.
Ein Fotokopierer ist eine wunderbare Erfindung: Innert Sekunden macht einem das Gerät eine vom Original praktisch nicht zu unterscheidende Kopie eines Dokuments. Eine Eigenschaft, die auch ein Mann aus der Stadt Zürich nutzte, der zwar zwei Autos besass, für die beiden Gefährte aber nur ein einziges Wechselschilder-Paar – also eine Nummer für vorne und eine für hinten am Wagen – hatte. Also machte er einfach eine Fotokopie der Schilder.
Die Originalschilder waren dann an seinem Tesla montiert, die Kopien brachte er am zweiten Fahrzeug, einem Kleinwagen, an. Und mit diesem Auto war er Ende 2024 in Brüttisellen unterwegs, wo ihn offenbar die Polizei stoppte. Dies geht aus einem kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl hervor.
Ohne Versicherungsschutz unterwegs
Da damit beide Autos des Mannes in Verkehr gesetzt waren, der Kleinwagen mit seiner Papiernummer aber illegal, bestand für diesen Wagen auch keine Haftpflichtversicherung, wie sie vorgeschrieben ist. Deshalb wurde der Zürcher wegen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung sowie der Verwendung gefälschter Kontrollschilder und natürlich wegen der Fälschung von Kontrollschildern verurteilt.
1100 Franken Busse
Der heute 44-Jährige erhielt eine bedingte Geldstrafe von 4500 Franken. Zahlen muss er hingegen eine zusätzlich ausgesprochene Busse von 1100 Franken. Dazu kommen noch Verfahrenskosten von 800 Franken, total also beinahe 2000 Franken. Und die fotokopierten und dann beschlagnahmten Kontrollschilder, die werden vernichtet.
