Bürgermeister von Wetzikons Partnergemeinde verhaftet
Wegen Mafiaverbindungen
Schon zum zweiten Mal werden Nicola Parretta, dem Bürgermeister von Badolato, Verbindungen zur Mafia vorgeworfen. Die Stadt Wetzikon hat die Zusammenarbeit mit ihrer Partnergemeinde sistiert.
Die Beziehungen zwischen Wetzikon und dem süditalienischen Städtchen Badolato sind eng. Vielleicht enger als bei manch anderen Partnergemeinden. Viele Ex-Badolatesi wohnen in der Oberländer Stadt und bilden den grössten Teil der italienischen Gemeinschaft. In den 1950er Jahren sind die ersten Badolatesi auf der Suche nach Arbeit in die Region gezogen.
Inzwischen gibt es mit Virtus Badolato sogar einen Fussballklub in Wetzikon, der den Namen des 2800-Einwohner-Dorfs trägt. Am Wetziker Stadtfest spielten im letzten Jahr badolatesische Musiker. Bürgermeister Nicola Parretta sprach auf der Bühne.
Der Wetziker Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) reiste wiederum erst im Dezember zum Gegenbesuch nach Kalabrien. Er sollte dort an der Einweihung des «Percorso dell’emigrante» teilnehmen, einer Strasse für die Ausgewanderten. Wetzikon hatte sich an der Finanzierung der Strassenschilder beteiligt. Das Fest fiel allerdings wegen des Wetters ins Wasser.

