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Justiz

Hohe Strafe für Aggression gegen Polizei in Wetzikon

Ein Aggressionsschub am Bahnhof Wetzikon hat für einen vorbestraften Italiener massive finanzielle Folgen.

Die Stadtpolizei Wetzikon war mit einem sehr renitenten Bahnpassagier konfrontiert.

(Symbolfoto) Foto: Ernst Hilfiker

Hohe Strafe für Aggression gegen Polizei in Wetzikon

Mann verurteilt

Ein Zug-Schwarzfahrer liess eine Personenkontrolle durch die Stadtpolizei Wetzikon ausarten. Das kommt den Mann nun sehr teuer zu stehen.

Es war ein normalerweise harmloser Routinevorgang, doch er endete am Bahnhof Wetzikon mit aggressiven Szenen und einer Verhaftung. Der Fall, der sich an einem Abend im Juli 2022 ereignete, ist nun durch einen Strafbefehl der regionalen Staatsanwaltschaft abgeschlossen worden.

Erfundenen Namen angegeben

Zwei italienische Brüder waren im Zug im Oberland unterwegs gewesen. Da der eine von ihnen, ein damals 31-Jähriger, bei einer Kontrolle kein Billett vorweisen konnte, wurden die beiden beim Verlassen des Zugs am Bahnhof Wetzikon von einer Beamtin und einem Beamten der Stadtpolizei in Empfang genommen.

Wie in solchen Fällen üblich, wollte die Patrouille eine Personenkontrolle durchführen und die Identität der Männer feststellen. Dabei gab der 31-Jährige gemäss Strafbefehl einen «von ihm frei erfundenen Namen» und ein ebenso falsches Geburtsdatum an.

Da er der mehrfachen Aufforderung, seine Ausweispapiere zu zeigen, nicht nachkam, wollten die Polizisten zur Identitätsfeststellung dann eine Effektenkontrolle machen. Doch der Italiener verweigerte den Einblick in die Sporttasche, die er mitführte.

Todesdrohung gegen den Polizisten

Der Mann wurde «zunehmend renitent und aggressiv». Die Polizisten kündigten ihm deshalb an, dass sie ihn arretieren würden. Der Italiener wehrte sich zwar dagegen und versuchte, dem Polizisten einen Schlag zu versetzten, doch er konnte schliesslich festgenommen werden.

Beruhigt war die Situation dann aber noch nicht. Der Mann sagte, man solle ja seinen Bruder in Ruhe lassen – ansonsten werde er den Polizisten «mit einer Hand kaputt machen und ihn auf das Gleis werfen». Überhaupt würde es «mindestens zehn Polizisten benötigen», um ihn definitiv reaktionsunfähig zu machen. Diese Drohung hat der Beamte laut Strafbefehl «sehr ernst» genommen, da ihm der Festgenommene körperlich überlegen war.

Eine bedingte Hauptstrafe, …

Der Italiener, der nach dem Aggressionsausbruch am Bahnhof einen Tag in Haft verbrachte, wurde wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie der Hinderung einer Amtshandlung verurteilt. Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 100 Franken. Sofern er sich in der Probezeit beherrschen kann, muss er diese 9000 Franken nicht bezahlen.

… aber dennoch Tausende Franken Kosten

Teuer werden die Schwarzfahrt und die laute Szene danach für ihn dennoch. So hat er eine zusätzlich verhängte Busse von 1800 Franken sowie Verfahrenskosten von 1000 Franken zu zahlen.

Vor allem aber ist jetzt noch eine frühere, bedingte Geldstrafe von 3600 Franken zu begleichen. Denn das Ereignis am Bahnhof Wetzikon fiel in die Probezeit dieser Strafe. Da sich der Mann von der damaligen Bewährungsstrafe «offensichtlich nicht davon abhalten liess, erneut straffällig zu werden», ordnete die Staatsanwaltschaft einen Widerruf der Strafe an. Der Ausraster kommt damit auf insgesamt 6400 Franken zu stehen.

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