Eine Tankfüllung: 700 Franken
Oberländer verurteilt
Diesen Tankstopp wird ein Oberländer nie mehr vergessen: Er wollte sich kostenlos Benzin beschaffen – nun hat er eine Rechnung über mehrere hundert Franken zu bezahlen.
Viele Autofahrer dürften das Szenario schon selbst in Gedanken durchgespielt haben: Man tankt an einer grösseren Tankstelle Benzin, ohne den dazugehörenden Automaten mit Geld, einer Kunden- oder Kreditkarte «gefüttert» zu haben. Anschliessend geht man dann einfach nicht in den Tankstellen-Shop, um den Treibstoff zu zahlen, sondern fährt möglichst unauffällig weg
Bewusst gehandelt
Bei einem Zürcher Oberländer blieb das keine reizvolle Vorstellung, sondern er setzte das Gedankenspiel in Tat um, wie in einem kürzlich erlassenen Strafbefehl geschildert wird. Der Mann hatte bei einer Tankstelle in Dürnten an einem Spätsommermorgen 2023 seinen Wagen getankt und sich dann aus dem Staub gemacht.
Dass das Vorgehen des Autofahrers nicht legal war, das «war ihm bewusst», heisst es im Strafbefehl. Der Mann habe sich dadurch unrechtmässig bereichert.
Ein ganz schlechtes Geschäft
Der 49-Jährige wurde wegen «geringfügigen Diebstahls» verurteilt. Er fasste eine Busse von 300 Franken. Dazu kommen Verfahrenskosten von 400 Franken, total also 700 Franken.
Damit endetet der Trick mit dem vermeintlichen Gratis-Benzin als sehr, sehr schlechtes Geschäft. Denn getankt hatte er damals Bleifrei-«Most» für exakt 60 Franken und 5 Rappen. Das heisst, die Aktion in Dürnten kostet ihn nun fast zwölfmal mehr, als wenn er das Benzin einfach korrekt bezahlt hätte.
