Obergericht hebt Urteile gegen Eritreer auf
Versuchte Tötung und Diebstähle
Das Zürcher Obergericht hebt zwei Urteile gegen einen 23-jährigen Eritreer auf, weil der Mann an Schizophrenie leidet. Es stützt damit auch ein Urteil des Bezirksgerichts Hinwil.
Im August 2020 stand der Mann, der als Neunjähriger mit dem Flugzeug in die Schweiz geflüchtet war, vor dem Bezirksgericht Hinwil. Er hatte sich der versuchten Tötung zu verantworten, nachdem er ein Jahr zuvor vor einem Mehrfamilienhaus in Wolfhausen einer 19-Jährigen von hinten eine Flasche über den Kopf geschlagen hatte.
Die junge Frau war ein reines Zufallsopfer. Da sie den Täter in der Spiegelung der gläsernen Haustür bemerkt hatte, konnte sie dem Schlag ausweichen und erlitt nur leichte Verletzungen.
Der Fall erregte damals grosses Aufsehen, auch weil das Motiv des Eritreers aussergewöhnlich war: Er habe die Frau töten wollen, gab er vor Gericht unumwunden zu. Und zwar, «weil ich ausgeschafft werden wollte». Er wollte so quasi eine Landesverweisung erzwingen.
