Gerichtspräsident verstorben
Pfäffikon
Der Präsident des Bezirksgerichts Pfäffikon ist tot. Thomas Rehm starb im Alter von 63 Jahren.
Der Tod von Thomas Rehm kommt «überraschend», heisst es in Todesanzeigen, die heute unter anderem im «Zürcher Oberländer» publiziert wurden. Der 63-Jährige, der in Wolfhausen (Bubikon) wohnte, ist vor einer Woche verstorben.
37 Jahre am selben Gericht
Die Karriere des Juristen verlief für heutige Verhältnisse ungewöhnlich konstant und gradlinig: Er stand während seines ganzen Berufslebens im Dienst der Rechtsprechung im Bezirk Pfäffikon, wie das Bezirksgericht in seiner Todesanzeige schreibt.
1986 begann er in Pfäffikon als Auditor. Vier Jahre später war er Leitender Gerichtsschreiber, bald darauf vollamtlicher Ersatzrichter. Ab 1997 war er dann als vollamtlicher Richter tätig, und 2024 hätte er sein 20-Jahr-Jubiläum als Gerichtspräsident feiern können.
Schnörkellos im besten Sinn
Am Gericht trauert man um «einen äusserst kompetenten Kollegen». Rehm habe die Behörde über viele Jahre hinweg geprägt.
Und wer, wie der Schreibende, mit ihm zu tun hatte, wird auch seine Schnörkellosigkeit im besten Sinne vermissen. Seine klare Sprache, mit der er Beschuldigten komplizierte juristische Sachverhalte einleuchtend erklärte und die in ihren Ausführungen zuweilen überbordenden Anwälte bei Bedarf in die Schranken wies.
So waren die Urteile, an denen Rehm beteiligt war, denn auch meist absolut nachvollziehbar. Und damit wohl das, was man als schlicht «gut» bezeichnet.
