Patrouille-Suisse-Piloten freigegeben – Team entscheidet über Show
Mentale Vorbereitung ist wichtig
Sie soll an den Flugtagen in Fehraltorf auftreten: die Patrouille Suisse. Die Kunstflugstaffel stand nach einem Zwischenfall in Baar ZG zuletzt in den Schlagzeilen.
Patrouille Suisse: Fliegt sie ihren Kunstflug am Samstag über den Flugplatz Speck in Fehraltorf – oder nicht? Diese Frage beschäftigt zurzeit nicht nur die Organisatoren von der Flugsportgruppe Zürcher Oberland (FGZO), sondern viele Flugbegeisterte im ganzen Land.
Vor rund zwei Wochen kam es über Baar ZG zu einem Zwischenfall, als sich zwei Flugzeuge touchierten und ein Flugzeugteil abbrach und an die Fassade eines Hauses prallte.
Am Dienstag wurde bekannt, dass die Kunstflugstaffel bereits am 23. Juni einen Erstflug in hoher Flughöhe durchgeführt hatte und am Freitag einen Trainingsflug über Fehraltorf absolvieren will.
Doch wer entscheidet anschliessend, ob tags darauf wirklich geflogen wird? «Der Entscheid liegt beim ganzen Team», erklärt Nadine Schröder, Leiterin Kommunikation Luftwaffe. Im Erstflug nach dem Zwischenfall sei es darum gegangen, wieder ein Gespür zu erlangen.
«Es ist vergleichbar mit einem Sturz von einem Pferd, wo man schnell wieder aufsteigen muss.»
Auch Wetter ist entscheidend
Der zweite Schritt sei das Training über dem Vorführort am Freitag, wo ein Standardprogramm geflogen werde. «Es geht darum, für die psychisch anspruchsvolle Aufgabe mental bereit zu sein.» Sei dies der Fall, gebe das Team das Go.
Zudem wird am Freitag das Display Control Committee, das Kontrollorgan für die Displays, mit Vertretern der Luftwaffe, des Bazl und der Militärluftfahrtbehörde vor Ort sein, um dem Training beizuwohnen.
Wirft man einen Blick auf die Prognose vom Freitag mit regnerischem und gewitterhaftem Wetter, ist allerdings alles andere als sicher, ob der für 14.55 Uhr angesetzte Trainingsflug auch wirklich durchgeführt werden kann.
Das wiederum hätte unmittelbare Auswirkungen auf das Samstagsprogramm der Flugtage. «Sollte das Training nicht stattfinden können, so wird die Show am Samstag nicht stattfinden», so Schröder. Die mentale Vorbereitung müsse einfach stimmen.
Dies gilt auch für die beim Zwischenfall in Baar involvierten Piloten. «Es werden im Training und auch im möglichen Showflug dieselben Piloten im Cockpit sitzen.
Alle involvierten Personen wurden vom Untersuchungsrichter, von der Militärluftfahrtbehörde und vom Kommandanten der Luftwaffe für den Flugdienst freigegeben.»