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19-jähriger Schnellfahrer muss tief ins Portemonnaie greifen

Gas geben, bis die Reifen quietschen: Das wurde für einen 19-Jährigen teuer. So richtig teuer.

Gas geben, bis die Reifen quietschen: das wurde für einen jungen BMW-Fahrer teuer.  

Symbolfoto: Pixabay

19-jähriger Schnellfahrer muss tief ins Portemonnaie greifen

In Illnau-Effretikon geschnappt

Er fuhr voll Karacho und unüberhörbar durchs Zentrum von Effretikon. Nun wurde einem Junglenker die Rechnung für seinen Bluffer-Auftritt präsentiert.

Es war in einer Nacht vom Samstag auf den Sonntag im Oktober 2022, als ein 19-jähriger Serbe in Illnau-Effretikon unterwegs war.

Er sass am Steuer eines BMW 420 mit Allradantrieb und befuhr die Rikonerstrasse Richtung Bahnhof – allerdings nicht mit der maximal erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h, sondern mit 85 km/h, wie eine zu jener Zeit dort vorgenommene Messung zeigte.

Auch zu schnell durch einen Kreisel

Auch im gleich danach folgenden Kreisel beim Effi-Märt war er noch zu schnell. Soviel zu schnell, dass er den Kreisel «mit quietschenden Reifen» durchquerte.

Und anschliessend noch mehr Gas gab. – So wird die nächtliche Fahrt in einem kürzlich von der regionalen Staatsanwaltschaft erlassenen Strafbefehl geschildert.

Die Staatsanwältin, die den Fall untersuchte, lastet dem jungen Serben an, dass er mit seiner Schnellfahrt im Zentrum Effretikons «eine zumindest erhöhte abstrakte Gefahr» schuf, die hätte zu einem schweren Unfall führen können.

Und diese Risikosituation habe er in Kauf genommen. Zudem habe er, indem er die Reifen zum Quietschen brachte, nachts in einem Wohngebiet unnötigen Lärm verursacht.

Busse von 900 Franken

Für sein Verhalten wurde der 19-Jährige wegen zweifacher Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt: einer groben Verletzung wegen des Tempos, einer einfachen Verletzung wegen des Kreisel-Manövers. Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen 40 Franken.

Zum unbedingten Teil der Strafe, einer Busse von 900 Franken, kommen noch 860 Franken Verfahrenskosten. Insgesamt sind für die Fahrt also 1760 Franken fällig – viel Geld für jemanden, der als Beruf «Schüler» angibt.

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