Der Konflikt zwischen dem im März aus dem Amt geschiedenen Bubiker Gemeindeschreiber Stefan Mettler und fünf Bubiker Parteipräsidenten geht in die nächste Runde. Nachdem die Staatsanwaltschaft nicht auf eine Strafanzeige Mettlers wegen Verleumdung und übler Nachrede gegen die Präsidenten und zehn weitere Personen eingetreten ist (wir berichteten), hat der ehemalige Gemeindeschreiber beim Zürcher Obergericht Beschwerde eingereicht. Dies bestätigt das Obergericht auf Anfrage.
Diese neuste Entwicklung in einem mehrmonatigen Konflikt (siehe Box) überrascht Urs Bosshard, Präsident der SP-Bubikon und Beschuldigter, nicht: «Mittlerweile kenne ich Herrn Mettler und mir war klar, dass er sich mit dem Entscheid der Staatsanwaltschaft nicht zufriedengeben wird.»
Ein Rundumschlag
Auch SVP-Parteipräsident Samuel Inauen hat den Schritt vors Obergericht erwartet. «Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass es nicht so weit kommt», sagt er auf Anfrage. Persönlich halte er Mettlers Vorgehen für ungeschickt, da es der ehemalige Gemeindeschreiber sei, der «im Glashaus sitze». Es sei aber richtig, dass Mettler die Möglichkeit habe, seine demokratischen Rechte wahrzunehmen.
«Er will sich als Märtyrer darstellen und trägt jetzt sein letztes Gefecht aus.»
Samuel Inauen, SVP-Präsident Bubikon-Wolfhausen

