Abo

Justiz

Bäche und Wälder sollen vor Gericht ziehen

Eine Bewegung will der Umwelt mehr rechtliche Mittel einräumen. Unterstützung erhält sie nun von Nationalräten. Mit dabei ist auch die Hinwiler Parlamentarierin Marionna Schlatter (Grüne). Sie sieht auch Anwendungsbereiche im Zürcher Oberland.

Möglicherweise wären Anwälte gerne selber gegen den Verursacher vorgegangen, als im Frühjahr 2016 ein Pflanzenschutzmittel in den Chimlibach zwischen Volketswil und Schwerzenbach gelangte und über 200 Fische verendeten. Die Staatsanwaltschaft See/Oberland sprach in der Folge eine bedingte Geldstrafe wegen Zuwiderhandlungen gegen das Gewässerschutzgesetz aus.

Geht es nach der Mutter-Erde-Bewegung sollen in Zukunft auch geschädigte Ökosysteme klagen dürfen. Nicht nur Menschen, Firmen, Vereine oder Stiftungen wären also Rechtspersonen, sondern auch Tiere und Pflanzen sprich die Natur an sich. Die Mitglieder dieser globalen Bewegung sehen darin ein wirksames Mittel, um der Zerstörung der Umwelt durch den Menschen auch juristisch entgegenzuwirken.

In der Schweiz sind etwa der Bündner Liedermacher Linard Bardill, aber auch Politikerinnen und Politiker verschiedener Couleur Teil davon. Eine Gruppe von fünf Nationalrätinnen und Nationalräten – aus den Reihen der SP, der Grünen, der EVP, der GLP und der FDP – verlangen mittels einer parlamentarischen Initiative, dass das Recht des Menschen auf eine gesunde Umwelt in der Bundesverfassung verankert und der Natur zumindest partiell der Status eines Rechtssubjekts gewährt wird.

Ein Recht auf Regeneration

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?