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Politik

Ivo Hasler ist für ein Jahr der höchste Dübendorfer

Das Parlament wählte Ivo Hasler (SP) zum Präsidenten des Gemeinderats. Das Ergebnis fiel deutlich aus – ganz im Gegensatz zur Wahl des zweiten Vizepräsidenten.

Nach der Wahl bestens gelaunt: Der neue Ratspräsident Ivo Hasler, flankiert von Cornelia Schwarz und Andreas Sturzenegger.

Urs Weisskopf

Ivo Hasler ist für ein Jahr der höchste Dübendorfer

Das war deutlich: Mit 34 von 35 Stimmen wählte der Gemeinderat am Montagabend SP-Mann Ivo Hasler zum Ratspräsidenten. Haslers Vorgängerin Flavia Sutter (Grüne) hatte sich vor einem Jahr noch mit 22 von 37 möglichen Stimmen begnügen müssen – die Folge eines Liebesentzugs der SVP/EDU nach Querelen im Bereich Soziales.

Ähnlich sah es am Montag für den zweiten Vize Andreas Sturzenegger (FDP) aus, der ebenfalls nur zwei Drittel der Stimmen erhielt. Die erste Vizepräsidentin Cornelia Schwarz (SVP) kam auf immerhin 31 Stimmen. Als Stimmenzähler gewählt wurden Bruno Eggenberger (Die Mitte/EVP), Oliver Kellner (Grüne) und Angelika Murer Mikolasek (GLP/GEU).

Das ging schnell

Hasler wurde erst 2018 ins Parlament gewählt und ist bereits der höchste Dübendorfer. «Ein bisschen schnell ist es nun doch gegangen», räumte er in seiner Antrittsrede gleich selber ein. Und auch, dass seine Wurzeln im Vergleich zu seinen Vorgängern nach fünf Jahren in der Stadt noch nicht so tief seien. Mit Dübendorf kam der gebürtige Thurgauer allerdings schon früher in Berührung. So war der Architekt zwischen 2010 und 2016 Projektleiter für die Wohnüberbauung Zwicky Süd. Heute wohnt der 41-Jährige selber dort.

«Du kannst stolz auf dein Jahr als höchste Dübendorferin zurückblicken.»

André Ingold (SVP), Stadtpräsident

Hasler gab in seiner Rede auch immer wieder Persönliches preis. So erzählte er von seinem Vater, der noch in seiner Lehrzeit an Krebs verstarb. « Der aufrichtige Kampf, mit dem mein Vater seinem Schicksal entgegengetreten war, hat mich gelehrt, den Mut nicht zu verlieren und das Leben nicht als Selbstverständlichkeit zu sehen», sagte er. Auch bedankte sich Hasler bei seinem Lebenspartner, der seine Bedürfnisse oft für ihn zurückstelle.

An seine Ratskolleginnen und -kollegen richtete er den Wunsch nach einem Parlament, das der Sache verpflichtet ist und dabei auch den Blick über den eigenen politischen Tellerrand hinaus nie scheue, um bestmögliche Lösungen zu finden.

Ein Baum als Geschenk

Mit der Wahl des Ratspräsidenten endete Flavia Sutters Amtsjahr, das von Corona und einer dicht besetzten politischen Agenda geprägt war. Stadtpräsident André Ingold (SVP) bedankte sich bei ihr für die «effiziente Sitzungsführung» und dass dank mehrerer Doppelsitzungen viele aufgestaute Geschäfte hätten bearbeitet werden können. «Du kannst stolz auf dein Jahr als höchste Dübendorferin zurückblicken», sagte er.

Dann kam der Moment, in dem der abtretenden Ratspräsidentin eigentlich feierlich ein Geschenk hätte überreicht werden sollen. Sutter hatte ihres jedoch bereits erhalten – eine Winterlinde, die am Sagentobelbach in Stettbach eingepflanzt wurde. Sutter: «Als Symbol für ein grünes, gesundes und soziales Dübendorf.»

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