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Tag des Lokaljournalismus

Wie wir lokale Politik transparent machen

Vor Ort sein, Akteuren ein Gesicht geben, Hinweise ernst nehmen und Plattform sein: So berichtet unsere Redaktion Tag für Tag über die Politik im Oberland.

Gespräche mit Politikern auf Augenhöhe wie hier mit René Gubler, dem Turbenthaler Gemeindepräsidenten, und Ueli Laib, dem früheren Primarschulpräsidenten, gehören zu unserer täglichen Arbeit.

Foto: André Gutzwiller

Wie wir lokale Politik transparent machen

Tag des Lokaljournalismus

Vor Ort sein, Akteuren ein Gesicht geben, Hinweise ernst nehmen und Plattform sein: So berichtet unsere Redaktion Tag für Tag über die Politik im Oberland.

Wie gelingt es uns, glaubwürdig, verantwortungsvoll und transparent über Politik in der Region zu berichten? Zum Tag des Lokaljournalismus wollen wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen und mit Ihnen unsere Arbeit und unsere publizistischen Leitlinien etwas genauer betrachten. Selbstverständlich gelten diese Leitlinien für unsere gesamte redaktionelle Arbeit.

1. Wir sagen, uns ist Politik wichtig

In einer Zeit, in der immer weniger Menschen abstimmen und wählen und sich mit Artikeln über Bau- und Zonenordnungen kaum Klicks generieren lassen, sagen wir: Wir berichten über lokales politisches Geschehen. Denn wenn wir es nicht machen, wer dann?

Unsere Arbeit soll zu einer demokratischen Meinungsbildung beitragen, im Vorfeld von Wahlen und Abstimmungen, aber auch grundsätzlich, während einer ganzen Legislatur. Dabei informieren wir unabhängig von politischen, wirtschaftlichen oder persönlichen Interessen.

2. Wir sind vor Ort

Während andere den Feierabend geniessen, sitzen unsere Reporter auf den harten Holzstühlen der Gemeindeversammlungen oder Parlamentssäle. Denn Gemeindeversammlungen und die Parlamentsberichterstattung sind wichtig für uns. Wir sind Augen und Ohren vor Ort. Wir notieren nicht nur, wer was gesagt hat, sondern achten auch auf die Zwischentöne: Wer weicht aus? Wo gibt es plötzlich heftigen Widerstand? Wir versuchen, das oft trockene Behördendeutsch in eine Sprache zu übersetzen, die jeder versteht.

Im Vordergrund steht für uns keine chronistische Abhandlung der Sitzung, sondern die Fokussierung auf Entscheide und Entwicklungen, die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar in ihrer Lebenswelt betreffen. Dabei ist es uns wichtig, Voten der Debatte aus dem gesamten politischen Spektrum gleichermassen zu Wort kommen zu lassen.

3. Wir geben Akteuren ein Gesicht

Politik wird von Menschen gemacht, deshalb pflegen wir enge Kontakte zu unseren Volksvertretern. In unseren Interviews und Porträts fühlen wir den gewählten Vertretern auf den Zahn. Dabei geht es nicht um Selbstdarstellung, sondern um Verantwortlichkeit.

Begegnungen auf Augenhöhe mit Politikerinnen und Politikern jeglicher demokratisch legitimierten Couleur sind für uns selbstverständlich. Die Herausforderung zwischen Nähe und Distanz, kritischer Einordnung und objektiver Wiedergabe nehmen wir jeden Tag aufs Neue an.

4. Wir nehmen Hinweise ernst

Rückmeldungen aus der Leserschaft werden ernst genommen. Viele unserer Artikel entstehen, weil Leserinnen und Leser uns Tipps geben, per E-Mail, am Telefon oder im persönlichen Gespräch. Transparenz ist ein Teamsport zwischen den Redaktionen in Wetzikon und in Dübendorf und der Bevölkerung im Oberland und im Glattal.

Wir halten uns bei unserer Arbeit an die journalistischen Richtlinien. Deshalb müssen Informationen verifiziert sein; ideal ist die Bestätigung durch unabhängige Quellen. Wo notwendig, schützen wir unsere Quellen. Anonyme Quellen werden nur genutzt, wenn ihre Glaubwürdigkeit intern sichergestellt ist und ein erhebliches öffentliches Interesse an ihren Aussagen besteht.

Dokumente, Statistiken, Zahlen und Behauptungen werden überprüft und kontextualisiert; Betroffene erhalten Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor über sie berichtet wird.

5. Wir bieten eine Plattform

Wir reden und schreiben nicht nur über Politik, wir bieten ihr gleichzeitig auch eine Plattform für den Diskurs – etwa in unseren Leserbriefspalten oder durch moderierte Podiumsdiskussionen im Oberland. Dabei gelten für alle dieselben Spielregeln. Beleidigungen, Diskriminierung und Falschinformationen haben bei uns keinen Platz.

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