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Investition in die Zukunft

In der Gärtnerei Gerber in Rikon wachsen nicht nur schöne Blumen

Seit rund drei Wochen stehen die Bauvisiere auf dem Areal der Gärtnerei Gerber in Rikon. Geplant sind moderne Verkaufs- und Produktionsflächen sowie ein Wohnhaus mit acht Wohnungen.

Die beiden Bauherren Göpf und Elias Gerber (von links) stehen an der Ecke des geplanten grösseren Blumenladens.

Foto: André Gutzwiller

In der Gärtnerei Gerber in Rikon wachsen nicht nur schöne Blumen

Investition in die Zukunft

Seit rund drei Wochen stehen die Bauvisiere auf dem Areal der Gärtnerei Gerber in Rikon. Geplant sind moderne Verkaufs- und Produktionsflächen sowie ein Wohnhaus mit acht Wohnungen.

Trifft man zwischen den Blumenbeeten auf Göpf und Elias Gerber, merkt man sofort, dass die Chemie zwischen Vater und Sohn stimmt. Die beiden sind im Geschäft zu einer fast schon symbiotischen Einheit zusammengewachsen.

Auf dem Papier ist Göpf Gerber der Verwaltungsratspräsident der Blumengärtnerei G. Gerber AG. Gemeinsam mit seiner Frau Maggie führt er die Firma. Seit längerer Zeit ist auch Elias Gerber als Obergärtner in der Geschäftsleitung aktiv. Das Ziel ist klar: Er soll das 115-jährige Familienunternehmen als Vertreter der vierten Generation in die Zukunft führen.

Elias Gerber ist stolz auf seinen Vater. Er betrachtet es als grosses Privileg, aus dessen enormem Erfahrungsschatz zu schöpfen. Auf der anderen Seite erfüllt es Göpf Gerber mit grosser Dankbarkeit, dass sein Lebenswerk sicher dasteht und durch seinen Sohn weitergeführt wird. Alles ist hier im Fluss, und alles wird hier auf gleicher Augenhöhe entschieden. So auch das geplante Neubauprojekt.

Neue Energievorschriften

Ausschlaggebend für die Ideenfindung waren die angepassten Energievorschriften des Bunds. Bis 2035 sollen in Gärtnereien wie dieser die Pflanzen mit 80 Prozent erneuerbarer Energie produziert werden. Der kleine Laden und das Treibhaus im südlichen Teil der Anlage stammen aus dem Jahr 1978.

Eine energetische Sanierung drängt sich auf. Ausserdem generiert das Unternehmen zwei Drittel seines Umsatzes mit dem Laden. Eine Vergrösserung der Verkaufsfläche ist da sinnvoll.

Geplant ist ein neuer Blumenladen mit 200 Quadratmetern Fläche, was einer Verdreifachung des heutigen Verkaufsraums entspricht. Hinzu kommt ein modernes Treibhaus, das auch energetisch auf dem neusten Stand ist. Das schafft Raum für eine Sortimentserweiterung im Bereich Verbrauchsmaterial, namentlich bei speziellen Blumenerden, Pflanzengefässen und Zimmerpflanzen.

Ausserdem wird im Bereich des Abzweigers zur Tösstalstrasse ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus errichtet. Hier entstehen zwei 3½- und sechs 4½-Zimmer-Wohnungen in einem gehobenen Ausbaustandard. Die Bauherrschaft legt Wert auf eine langfristige Vermietung. Darum werden die Wohnungen so gestaltet, wie wenn sie selber darin wohnen würde.

Der Baubeginn ist auf Anfang Juni geplant. Noch sind die letzten Details mit verschiedenen Amtsstellen zu klären. Der Bau soll ganz ohne Betriebsunterbruch über die Bühne gehen. Der neue Blumenladen und das Treibhaus werden nach eineinhalb Jahren Bauzeit in Betrieb genommen, die Wohnungen werden ein halbes Jahr später bezugsbereit sein.

Göpf Gerber ist mit seinen 73 Jahren noch täglich aktiv im Betrieb unterwegs. Dieses Bauprojekt möchte er noch gemeinsam mit seinem Sohn realisieren. Danach plant er, etwas kürzerzutreten und seine gut gefüllte Schubkarre an Sohn Elias weiterzugeben.

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