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Im zweiten Corona-Jahr gibt es mehr Filme als je zuvor

Andere Anbieter machen dicht, in Uster wird ausgebaut: Ab Donnerstag heisst es im Buchholz Abend für Abend bis zum 18. August «Film ab».

Open-Air-Organisator Christoph Jost hat das Filmprogramm dieses Jahr ausgebaut., An der rund 70 Quadratmeter grossen Leinwand im Buchholz werden die letzten Vorbereitungsarbeiten vorgenommen., Für die Kinobesucher gibt es wiederum Essen und Trinken, für das Christoph Jost besorgt ist., Auch wenn der Himmel nicht gerade danach aussieht: Palmen sollen Feriengefühl im Buchholz verbreiten.

Christian Brändli

Im zweiten Corona-Jahr gibt es mehr Filme als je zuvor

Die Wetterprognosen verheissen für den Start des diesjährigen Open-Air-Kinos bei der Reithalle Buchholz in Uster nichts Gutes. Immerhin konnte am Dienstag trotz des starken Regens der Aufbau der Tribüne sowie der 70 Quadratmeter grossen Leinwand ohne Probleme vonstattengehen. « Zu verdanken haben wir dies der guten Drainage unter dem Reitplatz » , betont Veranstalter Christoph Jost. Diese sorgte dafür, dass das Wasser abfliessen konnte. « Ohne diese Drainage hätte die Wiese mit den Lastwagen gar nicht befahren werden können. »

Wetter macht Erfolg aus

Auch wenn die Witterung zum Auftakt der diesjährigen Open-Kino-Saison nicht wie gewünscht mitspielen dürfte, ist Jost zuversichtlich. Ja, muss es sein, denn « das Wetter ist der wichtigste Faktor » für eine erfolgreiche Veranstaltung.

« Gutes Wetter und guter Film = Hütte voll. »

Christoph Jost, Kino-Organisator

Natürlich spielt auch das Programm eine wichtige Rolle. Stimmt beides, lautet Josts simple Gleichung: « Gutes Wetter und guter Film = Hütte voll. » Und voll wäre sie diesmal, wenn 600 Zuschauer aufmarschieren würden. Eigentlich bietet die Tribüne Platz für 900 Personen, doch darf diese wegen der Corona-Schutzmassnahmen nur zu Zweidrittel gefüllt werden. Dieses Jahr finden alle Buchungen im Vorverkauf und an der Abendkasse über Ticketcorner statt. Das System sorgt dafür, dass zwischen den angemeldeten Besuchergruppen jeweils genügend Abstand bleibt.

Einfacheres Prozedere

Überhaupt Corona: Diese Open-Air-Saison ist bereits die zweite unter Pandemiebedingungen. Vieles ist aber dieses Jahr einfacher. Der ganze Registrierungsprozess mit QR-Code fällt weg. Und es braucht viel weniger Kontrolleure.

« Wir wollen etwas bieten, um dem Corona-Blues entgegenzuwirken. »

Christoph Jost, Kino-Organisator

Und vor allem dürfen diesmal mehr Plätze besetzt werden. Im 2020 wurden nur 300 Plätze bewilligt. Mit den entsprechenden Konsequenzen. « Die letzte Saison war dunkelrot » , so Jost. Eine zweite solche Runde wäre nicht tragbar, meint der Unternehmer, der seit 22 Jahren in Uster für das Catering verantwortlich ist und seit sieben Jahren jeweils gleich den ganzen Anlass organisiert.

Filme nur in Uster

Und trotzdem geht er das Wagnis ein und zeigt auch dieses Jahr wieder Filme unter offenem Himmel. « Wir wollen etwas bieten, um dem Corona-Blues entgegenzuwirken. » Jost baut sogar noch das Programm aus. Waren es in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 28 und 30 Vorstellungen, sind es in diesem Sommer gleich 35.

Im Unterschied zu den übrigen Open-Air-Kino-Veranstaltern geht er mit diesem Schritt in eine entgegengesetzte Richtung : In der Region ist Uster der einzige Veranstaltungsort überhaupt. In Pfäffikon, Dübendorf oder auch auf dem Hasenstrick werden dieses Jahr keine Freiluft-Filme zu sehen sein.

Am Donnerstag wird die Saison im Buchholz mit « Tina » eröffnet. Und dann finden Abend für Abend Vorstellungen bis und mit 18. August statt. Einige Filme werden an mehreren Abenden gezeigt und es werden auch Reprisen gespielt. Es gibt aber ebenso diverse neue Streifen.

Jost rechnet damit, dass die französische Komödie « Mein Liebhaber, der Esel und ich » , der ausgezeichnete Schweizer Film « Wanda, mein Wunder » – die Drehbuchautorin Bettina Oberli wird in Uster zu Gast sein – oder die Schweizer Komödie « Eden für jeden » , in der der Maurmer Musiker Marc Sway mitspielt, besonders ziehen werden. Und dann setzt er auch auf den Film « That Girl » von Cornelia Gantner, der ihm besonders am Herzen liegt. Die Filmerin wird am 23. Juli bei der Aufführung anwesend sein.   

Essen vor der Vorführung

Christoph Jost ist froh, dass diese Saison auf das Maskentragen verzichtet werden kann und auch die Festbänke voll belegt werden dürfen. Einzig auf das Abstandhalten legt er und sein sechs- bis zwölfköpfiges Team weiterhin Wert. Gespannt ist er, wie sich der Vorverkauf über Ticketcorner aufs Verhalten der Gäste auswirken wird, ebenso wie die nun auf 19 Uhr angesetzte Türöffnung (nicht wie im gedruckten Programm 18.30 Uhr).

« Das Menü stelle ich jeweils kurzfristig zusammen, versuche ich doch auch die Temperatur zu berücksichtigen. »

Christoph Jost, Kino-Caterer

Bisher sind viele jeweils vor dem Filmstart ins Buchholz gekommen, um dort oben noch etwas zu trinken oder gar zu essen. Schliesslich bietet der Caterer, der auch an vielen Märkten in der Region anzutreffen ist, jeden Abend ein anderes Menü an. « Das stelle ich jeweils kurzfristig zusammen, versuche ich doch auch die Temperatur zu berücksichtigen. » Und wenn möglich versucht er zudem, das Thema des Films beim Essen einfliessen zu lassen.     

Josts Team ist jedenfalls bereit für die diesjährige Saison, jetzt muss nur noch Petrus mitspielen: « Unser Ziel ist es, dass viele Leute hierher kommen und einen entspannten Sommerabend im Trockenen erleben können. »

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