Im alten Café Frauenfelder gibt es jetzt Drinks und Billard
Neue Bar in Wetzikon
Gastronom Giuseppe Tauriello findet, es fehle an Bars in Wetzikon. Er will mit dem «Magic Max» an der Bahnhofstrasse eine Lücke füllen und setzt dabei auf Altbewährtes.
Der Schriftzug am Haus an der Bahnhofstrasse 39 in Wetzikon ist immer noch derselbe: «Frauenfelder». Bis 2018 waren hier die Bäckerei und das Kafi zu Hause.
«Es ist immer noch das ‹Fraui›, auch bei den Gästen», sagt Giuseppe «Giusi» Tauriello. Doch der Inhaber des italienischen Restaurants Mamma’s Cucina auf der anderen Strassenseite hatte mit dem altehrwürdigen Café anderes vor. Anfang Jahr hat er die Billardbar Magic Max eröffnet.
Der umtriebige Gastronom will damit eine Lücke füllen. «In Wetzikon ist ja ab zehn Uhr abends sozusagen Polizeistunde», hat er den Eindruck. «Bars, in denen man zu später Stunde noch etwas trinken kann, gibt es kaum mehr.»
Das soll sich nun ändern. Als der Imbiss Dora-Grill, der vorher im ehemaligen Café beheimatet war, seine Türen schloss, ergriff Tauriello die Gelegenheit. Das Lokal wurde sanft renoviert. Heute dominieren dunkle Farben den Innenraum, es hat mehrere Billardtische und zwei Dartmaschinen.
Ein Treffpunkt für Wetzikon
Dass Tauriello eine Billardbar eröffnete, ist kein Zufall. «Bereits in den Neunzigerjahren hatte ich ein solches Lokal», erzählt er. «Leider kam Billard dann aus der Mode.»
Er ist überzeugt, das hat sich wieder geändert. «Mein damaliges Lokal hiess ‹Magic Billard›», erzählt Tauriello. Nun will er die Geschichte mit «Magic Max» weitererzählen. «Und dabei bin ich nicht mal Billardspieler.»
Das muss er auch nicht, denn in der Bar zum Rechten schaut Geschäftsführerin Nadia Krauth. Sie ist eine Bekannte Tauriellos und hat schon in diversen Gastro-Betrieben gearbeitet. «Auch ich bin eigentlich keine Billardspielerin», gibt sie zu, «aber ich werde immer besser, auch im Dart.»

Krauth arbeitet zusammen mit ihrer Angestellten Klaudia Boldog und zwei Springerinnen in der Bar. «Es braucht immer ein bisschen Zeit, bis sich ein Angebot etabliert hat», ist Krauth überzeugt. Sie ist überrascht von den vielen Gästen, die Billard spielen.
«Wir wollen aber auch der Ort sein, an dem Leute noch ‹eis go zieh gönd›», sagt sie. Man müsse dazu weder Billard spielen noch Dartpfeile werfen. «Aber viele Leute probieren es trotzdem gerne aus.»
Sie hofft, dass das «Magic Max» sich zum Treffpunkt in Unterwetzikon entwickelt. «Und wir wollen auch offen sein für kleinere Anlässe wie Geburtstagspartys», sagt sie.
Erst ab 18
Die Bar öffnet jeweils um 16 Uhr. «Am frühen Abend haben wir Leute hier, die ihr Feierabendbier geniessen.» Später mische sich das Publikum. Doch nicht jeder und jede erhält Zutritt: «Unsere Gäste müssen mindestens 18 Jahre alt sein», sagt Krauth.

Nicht nur mit der Altersbeschränkung will Gastro-Unternehmer Tauriello die Bar attraktiver machen. Er will auch Synergien nutzen. «Hier vor Ort erhält man neben Getränken auch diverse Snacks», sagt er.
Doch es ist auch möglich, von der «Mamma's Cucina»-Speisekarte zu bestellen. «So kann man das Billardspiel fortsetzen, und die Pizza oder Pasta wird hergebracht.»
Tauriello hofft auch, dass «Mamma's Cucina»-Gäste die Bar gegenüber rege besuchen. «Nach dem Abendessen geht man noch für einen ‹Schlummi› ins ‹Magic Max› – oder eben ins ‹Fraui›.»