So verbringt das Oberland das heisse Pfingstwochenende
Kaum sind die Eisheiligen abgetreten, tritt der Sommer mit grosser Wucht an ihre Stelle. Schattenplätze sind begehrt. Wir zeigen, wie die Region cool bleibt.
Dieses Pfingstwochenende mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius wurde nicht nur von einer Hitzewelle überrollt, man könnte schon von einem Hitze-Tsunami sprechen.
Wir haben uns an den Schattenplätzen umgesehen und sind auf diverse Abkühlungsstrategien gestossen. Beim Strandbad Auslikon herrschte am Sonntagnachmittag grosser Andrang beim Eingang zur Badi.

Dort treffen wir auf Joel und Laura aus Uster. Sie haben sich in die Töffmontur gezwängt und den Fahrtwind auf dem Motorrad ausgekostet. In der Badi angekommen, möchten sie jetzt aber doch möglichst schnell das Lederzeug loswerden und sich im See ausgiebig abkühlen.
Beim Kiosk begegnen wir Anjeni und Lea. Die beiden kommen soeben aus dem kühlen See und gönnen sich jetzt eine Erfrischung aus dem Kühlschrank vom Badikiosk.

Und auf der anderen Seeseite? Am Quai von Pfäffikon herrscht beim Bootsverleih reger Betrieb. Die Ruderboote kommen und gehen. Zwischendurch legt die «Freespirit» ab.

Das Segelschiff, ganz aus Holz, ist der Stolz von Werner. Er ist vom Segelclub Auslikon an den Steg in Pfäffikon gesegelt und holt dort seine Töchter Simone und Martina für einen Törn auf dem See ab.

Herr und Frau Berger geniessen derweil ein Glace auf der Sonnenbank am Quai. Weil sich der See nicht so schnell erwärmt wie die Luft, warten sie mit der Umsetzung ihrer Sommerstrategie noch zu. Sie beabsichtigen, den ganzen Sommer nicht am, sondern im See zu verbringen.

Kurt Plattner aus Maur bereitet in der Nachmittagshitze seinen Morris Cowley mit Jahrgang 1929 vor. «Die Autos damals hatten noch keine Klimaanlage», meint er lachend. Er wartet die kühleren Abendstunden ab, um dann im lauen Fahrtwind durch die sommerliche Landschaft zu tuckern.

Nicht motorisiert, aber dennoch mobil sind Emilia und Luca aus Fällanden. Die beiden fahren mit dem Velo um den Greifensee – von Schattenplatz zu Schattenplatz. In einem Strandkorb des Restaurants Schifflände in Maur machen sie es sich bequem und setzen später ihre Tour um den See fort.

Luca aus Bülach macht zusammen mit seinen Eltern und Grosseltern einen Ausflug auf dem Greifensee. Das Kursschiff «Heimat» hat es ihm angetan. Kurzerhand entert er das Schiff und nimmt das Steuer gleich selber an die Hand.

Doch nicht nur Luca ist begeistert: Johannes hat es auf die Wellen abgesehen, die das Kursschiff hinter sich hochgehen lässt. Gemeinsam mit seinen Freunden verfolgt er das Greifensee-Schiff. Ihr Ziel: Mit ihren speziellen, «schwebenden» Surfbrettern wollen sie auf der Heckwelle reiten.

Und dann ist da noch ein Geheimtipp von einer Seebadi ganz im Norden vom Oberland. Der Bademeister hat dort dankend auf ein Zitat verzichtet: Er wolle seine Badi hier nicht erwähnt wissen, sonst hätte er nur noch ein grösseres Parkplatzproblem, meinte er. Und weil ein Geheimtipp nur dann geheim bleibt, wenn er nicht erwähnt wird, wollen wir das hier auch so halten.