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Politik

Hinwil will trotz Achtungserfolg von ÖV-Initiative keine schnelle Lösung

Die Hinwiler Stimmbevölkerung lehnt die Einzelinitiative zur ÖV-Erschliessung im Alpenblick-Quartier ab. Trotzdem bleibt es ein wichtiges Thema bei der Gemeinde.

Die Einzelinitiative zur ÖV-Erschliessung des Aussenquartiers Alpenblick wurde knapp abgelehnt – ganz zur Freude der Gemeinde Hinwil.

Foto: Simon Grässle

Hinwil will trotz Achtungserfolg von ÖV-Initiative keine schnelle Lösung

Knappes Abstimmungsergebnis

Seit dem Abstimmungssonntag ist klar: Auch in den nächsten Jahren fährt kein Bus durchs Alpenblick-Quartier. Daran will die Gemeinde vorläufig auch nichts ändern.

Der neueste Versuch für einen ÖV-Anschluss im Alpenblick-Quartier in Hinwil ist gescheitert. Die Einzelinitiative von Anwohner Jakob Sauter, der die Erschliessung des im Norden der Gemeinde gelegenen Quartiers forderte, wurde am Sonntag mit 53,23 zu 46,77 Prozent abgelehnt.

Ein knapper Entscheid. Derzeit verkehrt lediglich abends ab 20 Uhr ein Buxi durch das Hinwiler Aussenquartier. Tagsüber müssen sich die rund 1000 Quartierbewohnerinnen und -bewohner individuell organisieren. Eine bessere ÖV-Anbindung ist für die dort lebende Hinwiler Bevölkerung schon seit Jahrzehnten ein Anliegen.

Und wird bis auf Weiteres eines bleiben. Denn mit der Ablehnung der Initiative wird der ÖV-Anschluss im Quartier sicher bis zum Beginn der neuen Legislatur nicht umgesetzt.

Gemeinde ist froh über Entscheid

Die Gemeinde Hinwil ist froh über das Ergebnis. «Wir haben ein knappes Resultat erwartet und freuen uns, dass dieses negativ in unserem Sinne ausgefallen ist», sagt Gemeindepräsident Andreas Bühler (SP). Der Gemeinde sei zwar bewusst, dass das Thema wichtig sei. In eineinhalb Jahren bis zum Ende dieser Legislatur wäre es aber nicht möglich gewesen, einen Lösungsvorschlag zur Initiative auszuarbeiten.

Dennoch sei die Sache für die Gemeinde nicht ganz vom Tisch, wie Bühler erklärt. «Bis zum Beginn der neuen Legislatur möchten wir die nötigen Massnahmen für die Projektentwicklung an die Hand nehmen und einen Vorschlag erarbeiten», sagt Bühler. Und zwar möchte sich die Gemeinde dabei nicht nur auf das Alpenblick-Quartier konzentrieren, sondern ein Gesamtkonzept für das ganze Gemeindegebiet entwickeln. «Auch möchten wir die Bevölkerung zur Mitwirkung miteinbeziehen», sagt Bühler.

Das brauche jedoch Zeit, denn bei einem solch grossen Projekt würden viele Faktoren mitspielen. Der Gemeindepräsident spricht hier beispielsweise von der Zusammenarbeit mit Verkehrsplanern, den Verkehrsbetrieben ZVV und VZO sowie mit kantonalen Amtsstellen.

Somit müssen sich die Anwohner vom Quartier Alpenblick für einen Vorschlag von der Gemeinde noch etwas gedulden. Denn, wie Bühler erklärt, sei auch eine Zwischenlösung bis dahin nicht vorgesehen.

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