Spitex Uster setzt definitiv auf spezialisiertes Demenzteam
Fixe Einführung
Menschen mit Demenz sollen möglichst lange in ihrem vertrauten Zuhause leben können. Dafür setzt die Spitex Uster auf ein spezialisiertes Team und feste Bezugspersonen.
Eine Demenzerkrankung betrifft weit mehr als das Gedächtnis. Orientierung, Kommunikation und Wahrnehmung verändern sich und wirken sich zunehmend auf den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen aus.
Neben pflegerischer Kompetenz braucht es deshalb Zeit, Kontinuität und ein Verständnis für die individuelle Lebenssituation. Aus diesem Grund hat die Spitex Uster vor einem Jahr ein spezialisiertes Demenzteam als Pilotprojekt eingeführt. Nun wird das Angebot regulär weitergeführt.
Eine Hauptbezugsperson
Die elf spezialisierten Mitarbeitenden unterstützen Menschen mit Demenz dabei, möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. Dabei setzt die Spitex auf ein Bezugspersonensystem: Der regelmässige Kontakt mit denselben Mitarbeitenden schafft Vertrauen und Orientierung.
Die Pflegenden lernen die Biografie und die Eigenheiten der Betroffenen und ihrer Angehörigen kennen. «Das gegenseitige Kennenlernen schenkt Vertrauen und Sicherheit. Zudem hilft es uns, die Situation individuell zu beurteilen», sagt Ildiko Gabulya, Gesamtleiterin der Spitex Uster.
Durch die regelmässigen Besuche können vorhandene Fähigkeiten gestärkt und Veränderungen frühzeitig erkannt werden. Die Unterstützung lässt sich dadurch laufend an die Situation anpassen.
Individuelle Unterstützung
Das Angebot umfasst neben pflegerischen Leistungen auch eine spezialisierte Betreuung. Das Team unterstützt Demenzerkrankte unter anderem bei der Tagesstruktur, im Haushalt und im Umgang mit herausforderndem Verhalten. Gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen werden individuelle Lösungen für den Alltag entwickelt.
«Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Tempo und seine eigenen Charakterzüge», so Ildiko Gabulya. «Da bei einer Demenz das vertraute Leben für Betroffene und Angehörige aus dem Gleichgewicht fällt, ist es umso wichtiger, dass die benötigte Sicherheit von aussen gegeben wird.»
Auch die Angehörigen werden unterstützt. Sie erhalten Beratung für schwierige Situationen und Hinweise auf Entlastungsmöglichkeiten. Damit soll einer Überforderung frühzeitig entgegengewirkt und das familiäre Betreuungssystem gestärkt werden.
«Die Pflege und Betreuung eines dementen Angehörigen bedeutet einen grossen Aufwand», sagt Gabulya. «Es gibt den Angehörigen Sicherheit, wenn eine professionelle Pflege durchgeführt wird und Veränderungen somit besser beobachtet werden.» Die Betreuungseinsätze ermöglichten ihnen zudem etwas «Zeit zum Durchatmen».
Das Team bringe neben Fachwissen «besonders viel Herz und Geduld» mit, betont Gabulya.

