Lesehund Lee lässt sich zum Wohl der Kinder Geschichten erzählen
Zum Schweizer Vorlesetag
In der Bibliothek Rüti gehört er zum Inventar, am Vorlesetag ist er zu Besuch in Mönchaltorf: Lesehund Lee. Seine Besitzerin Esther Basler erzählt von der Arbeit mit Hund und Kindern.
Lee liegt ruhig auf seiner Decke. Nur ab und zu zuckt er mit einem Ohr, wenn ein Geräusch zu hören ist. Doch ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Der fünfjährige Bolonka Zwetna – die Rasse wurde ursprünglich für das russische Zarenhaus gezüchtet – liebt den Trubel.
«Nach den Ferien merkt man richtig, wie er sich auf die Kinder freut», sagt Esther Basler. Die Grüningerin bildet gemeinsam mit Lee ein ausgebildetes Lesehund-Team. Und nein, Lee kann nicht lesen. Im Gegenteil: Er hört zu.
Viele Kinder leiden an einer Leseschwäche, die sich nur durch gezieltes Üben beseitigen lässt. «Leider lesen aber gerade die betroffenen Kinder nicht gern», sagt Basler. Doch ein Lesehund vermittelt Entspannung und Sicherheit. «Die Kinder lesen ihm vor und vergessen dabei ihre Schwächen.»
