Die Spezialisten für leichte Notfälle fahren nicht mehr aus
Regio 144
Einen kranken Menschen durch einen Notfallspezialisten zu Hause zu behandeln, statt gleich ein Rettungswagenteam zu schicken: Das war das Ziel eines viel beachteten Pilotversuchs der Regio 144 aus Rüti. Doch nun ziehen die Initianten den Stecker.
Die Idee ist bestechend: Um die vor allem durch viele nicht dringliche Notfälle stark belasteten bis überbelasteten Hausarztpraxen, Notfallstationen in Spitälern und Rettungsdienste für die gravierenderen Notfälle freizuspielen, sollen Patientinnen und Patienten mit leichteren Erkrankungen und Verletzungen wie anhaltendem Durchfall oder Rückenschmerzen die erwähnten Institutionen nicht beanspruchen, sondern möglichst zu Hause behandelt werden.
Ein Job, den in der Schweiz seit etwa zwei Jahren an einigen wenigen Orten Gesundheitsprofis mit der neuen Funktionsbezeichnung Präklinischer Fachspezialist (PFS) übernehmen. Ebenso wie im Ausland, wo ähnliche Modelle schon seit ein paar Jahren erfolgreich laufen, handelt es sich bei den PFS um erfahrene Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter mit einer anforderungsreichen Zusatzausbildung.

