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Präziser, schonender und berechenbarer

Spital Uster setzt erstmals Roboter für Kniechirurgie ein

Das Spital Uster setzt in der Kniechirurgie inzwischen auf einen Operationsroboter. Im Kanton ist es das erste öffentliche Spital, in dem der Roboter bei Patienten unabhängig von ihrem Versicherungsstatus zum Einsatz kommt.

Der Velys-Operationsroboter wurde im Spital Uster am 24. November zum ersten Mal bei einer Operation eingesetzt.

Foto: PD

Spital Uster setzt erstmals Roboter für Kniechirurgie ein

Das Spital Uster setzt in der Kniechirurgie inzwischen auf einen Operationsroboter. Im Kanton ist es das erste öffentliche Spital, in dem der Roboter bei Patienten unabhängig von ihrem Versicherungsstatus zum Einsatz kommt.

Der erste Eingriff mit dem Operationsroboter «Velys Vras» ist am Spital Uster bereits Geschichte. Dieser fand am Montag, 24. November, unter der operativen Leitung von Dr. Samuel Fleischmann, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, statt.

«Wir freuen uns, diese präzise Technologie nun auch am Spital Uster nutzen zu können», lässt sich der Bereichsleiter für Orthopädie, Dr. Yaw Beatty-Jakobi in einer Medienmitteilung des Spitals zitieren. Für die Patientinnen und Patienten bedeute dies einen Zugang zu den gegenwärtig modernsten und effektivsten Behandlungsmethoden.

Millimetergenaue Planung

Der Roboter der Firma DePuy Synthes unterstützt die Operateure bei der Implantation von Kniegelenksprothesen. Zu Beginn des Eingriffs erfasst das System exakte Daten zur Beinachse, zur Beweglichkeit sowie zur Bandspannung im Knie – und dies ohne vorgängige computertomografische Untersuchung. Anhand der gewonnenen Daten zeigt der Roboter, welche Knochenschnitte in welcher Position am sinnvollsten sind.

Ein Roboter für Knieoperationen
Durch die Präzisionsarbeit des Roboters kommt es offenbar zu weniger Komplikationen, was auch zu geringeren Kosten führe.

Erst wenn am Bildschirm eine ideale Stabilität und Funktionalität des Kniegelenks simuliert werden könne, erfolge die tatsächliche Implantation. Auch bei diesem Schritt helfe der Roboter, die Schnittführung zu halten. Dadurch werde der Eingriff noch präziser, gewebeschonender und berechenbarer.

Gesundheitssystem profitiert

Der Bereichsleiter für Orthopädie erklärt: «Da die Kniegelenksprothese individuell auf die Person abgestimmt ist, resultieren ein natürlicheres Bewegungsgefühl, weniger Schmerzen und eine längere Haltbarkeit des Implantats.»

Der CEO des Spitals, Martin Werthmüller, verweist zudem auf den wirtschaftlichen Aspekt des Operationsroboters. Denn wenn es bei einem bisherigen Kostenaufwand zu weniger Komplikationen komme, wie Studien bestätigen würden, dann würden nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem profitieren. Denn Eingriffe bei der Knieprothetik sind häufig. Allein am Spital Uster werden jährlich rund 230 künstliche Kniegelenke eingesetzt.

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