Spital Uster kümmert sich neu um die ärztliche Versorgung in den Heimen
Engere Zusammenarbeit
Das Pflegezentrum Im Grund und das Spital liegen unweit voneinander entfernt. Nun nutzen die Institutionen schon bald die Nähe und vertiefen ihre Kooperation.
Ab nächstem Jahr rückt das Spital Uster enger mit den Heimen Uster zusammen. Neu übernimmt das Spital im Pflegezentrum Im Grund und in den geschützten Abteilungen der Heime Uster die ärztliche Versorgung. Dazu gehören die haus- und fachärztliche Betreuung vor Ort, die Organisation des telefonischen Notfalldiensts sowie die Funktion der Heimärztin oder des Heimarztes am Standort Im Grund.
Der ärztliche Dienst der Abteilung Akutgeriatrie des Spitals wird sich dieser Aufgabe annehmen. Ein Expertenteam werde regelmässige Sprechstunden anbieten und bei dringenden Fragen oder Notfällen jederzeit bereitstehen. Die freie Arztwahl der Bewohnenden bleibe bestehen.
«Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit allen Beteiligten», schreiben das Spital und die Heime Uster in einer gemeinsamen Mitteilung. Bewohnende, ihre Angehörigen und die Pflegeteams würden laufend informiert und in die Veränderungen einbezogen.
Mehr als nur Nachbarn
«Es ist erfreulich, dass die Bewohnenden von der Expertise der Akutgeriatrie direkt profitieren können», lässt sich Patrick Döbelin, Gesamtleiter der Heime Uster, zitieren. Dabei spiele auch die Nähe der beiden Institutionen – die sich in der sogenannten Ustermer Gesundheitsmeile mit dem Spital, dem Pflegezentrum und der Spitex befinden – eine Rolle. Denn diese ermögliche eine enge und schnelle Anbindung. «Das stärkt die Versorgungsqualität und die Effizienz der Abläufe», findet Martin Werthmüller, CEO des Spitals Uster.

Ziel sei es, die medizinische, pflegerische und betreuerische Versorgung der Bewohnenden noch besser zu vernetzen. Zudem wolle man die Abläufe vereinfachen und die Qualität der Behandlung langfristig sichern.
