«Wenn niemand in der Öffentlichkeit stillt, wird es auch nie normal»
Muttermilch fürs Baby
Auf der Mamamap sind Orte eingezeichnet, wo Mütter in Ruhe stillen können. In der Region gibt es noch viele leere Flecken, besonders im Tösstal. Eine Stillberaterin aus Uster und eine nicht-medizinische Helferin ordnen ein.
Sie werden angestarrt, angepöbelt, weggeschickt – stillende Mütter sind nicht überall willkommen. Immer wieder gibt es mediale Aufschreie, wenn eine Mutter mit ihrem Baby etwa aus einem Restaurant verwiesen wird, weil sich andere gestört fühlen. «Diese Aufschreie sind mit den sozialen Medien natürlich grösser geworden», sagt Annette Saloma aus Uster. Sie ist Stillberaterin und wird regelmässig von verunsicherten Müttern zum Thema Stillen in der Öffentlichkeit befragt.
«Die meisten schämen sich zwar nicht dafür, wollen aber einfach nicht auffallen», sagt Saloma. Besonders in den Wochen gleich nach der Geburt seien die Mütter in einer sehr vulnerablen Phase. «Nur schon aufgrund der Hormone.» Daher versteht sie den Wunsch nach einem Rückzugsort, wo das Baby in Ruhe trinken kann, auch wenn man unterwegs ist.


